Gardasee


Was nutzt Dir die teuerste Uhr, wenn Du niemals Zeit hast?

Die Planungen für die große Fahrt mit unserem Wohnmobil laufen auf vollen Touren. Wohnmobilführer besorgen, Strassenkarten, im Internet nach Tipps von anderen Wohnmobilisten suchen und sich in den Womoführern einlesen.
Was ist zu beachten?  Welche Bedeutung haben die verschiedenen Zeichen? Was muss mitgenommen werden? Alles Neuland - gut, wenn man auf die Erfahrung Anderer zurückgreifen kann....

Das schöne an einem Wohnmobil ist, man kann spontan sein. Eine Reise planen und dann kurzfristig woanders hinfahren...

Statt Ostseeküste und Rügen gehts es jetzt Richtung Süden, da es an der Küste kalt ist und dort Schietwetter herrscht. Regen hatten wir jetzt genug, ich brauch Wärme und Sonne!!!
Der Wetterforecast sagt für die nächsten 14 Tage schönes Wetter am Gardasee voraus. Nichts wie hin.

Vielleicht klappt's ja im zweiten Anlauf. An Ostern sind wir immerhin bis Nürnberg gekommen ....

 

Unsere Reiseroute Fulda - Würzburg - Ulm - Garmisch - Bozen - Gardasee.

   

Sonntag,24.8.2014GARMISCH   26° C
10.30 Uhr, es geht los, Richtung Süden. Hoffen wir jetzt, dass nicht halb Deutschland die gleiche Reiserichtung hat und wir ohne grössere Staus durchkommen.

Unsere erste Reise an den Gardasee vor 2 Jahren führte am östlichen Ufer über Malzesine-Lazise nach Peschiera. Meine Idee, dieses Mal einen Zwischenstopp in Bozen/Meran einzulegen .
Von Zuhause bis Garmisch-Partenkirchen sind es 496 km, die lt. Navi in 4,42 Std. (Pkw) zu fahren sind. Das wäre der grösste Teil der Strecke an einem Tag. Am nächsten Tag weiter ca. 150 km nach Bozen, Südtirol.
Ankunft am Gardasee dann an Tag 3.  Ziel für die nächsten 3 Tage Torbole, ein Surferparadies, im Norden. Dann in kleinen Abschnitten einmal um den See.

Wenn wir die Gardesana Occidentale auf der westlichen Uferseite nehmen, sind es bis Peschiera noch 107 km und wir könnten den Rückweg über die Autobahn zurück Richtung Deutschland nehmen.
Die Alternativstrecke sind nur 75 km bis Peschiera- dafür werden wir es vermutlich nicht schaffen, auch die andere Seite kennenzulernen. Ich bin mir sicher, dass wir auf der uns bekannten Strecke "hängen" bleiben....
Herr Erdmann soll entscheiden, denn er muss ja fahren. (zumindest die meiste Zeit) Bei 14 Tagen ist es leicht, Entspannung und wenigstens ein bischen Sightseeing miteinander zu kombinieren...
Ausserdem haben wir ja auch Fahrräder dabei. Zumindest ich bin gewillt, mich ein bischen sportlich zu betätigen. Wie das bei Herrn Erdmann ist, werden wir sehen ...

Aber erst einmal einen Kaffeestop am Heiterwanger See. Superschöner und idyllisch gelegener Campingplatz am See, mit Bootsverleih, Kuhglockengebimmel und Schweinen, die von den Campinggästen gefüttert werden. Aber wir wollen ja noch weiter, sonst wär ich glatt da geblieben.;)

Camping, Fischer am See 1, A-6611 Heiterwang.

GPS-Daten:  Breitengrad 47° 27' 18" N (47.455270)  Längengrad 10° 45' 33" E (10.759170)


Ankunft in Garmisch am späten Nachmittag. Ohne Staus sind wir auf der A7 gut durchgekommen.

Auf der Suche nach einem Parkplatz, um zunächst ein bischen bummeln und essen zu gehen, finden wir "den idealen Parkplatz" am Kurpark. Am Wochenende sogar noch kostenfrei.

Wir beschliessen, hier auch die Nacht zu verbringen und morgens dann frische Brötchen vom Bäcker zu holen. Für was sind wir denn autark, wenn wir dann doch Geld zahlen, um uns irgendwo auf einen Stellplatz zu stellen ....
Ein Bummel macht hungrig und Herr Erdmann steht der Sinn nach einem Bayerischem Schweinsbraten.
Den kann ich im Womo nicht machen ...;))
Im "Wildschütz" bekommt er gefüllten Schweinebauch und ich bestelle eine Haxe mit Knödel, obwohl ich am Nachbartisch sehen kann, dass die Grösse glatt eine 4 köpfige Familie satt machen würde.
Unsere beiden Tischnachbarn klären uns darüber auf, dass der Scheich von Oman mit seinem gesamten Harem und Entourage da ist. Deshalb auch die vielen Araber, die über Garmisch eingefallen sind wie die Heuschrecken. Erwartet hatte ich kleine, mit Fotoapparaten bewaffnete Japaner - statt dessen, vermummte Araberinnen, mit und ohne Burka.
Der Scheich hat einen halben Berg aufgekauft und sich breit gemacht. Er scheitert allerdings mit seinem Vorhaben, auch die andere Hälfte zu kaufen an einigen sturen Bergbauern, die sich trotz gebotener Millionenbeträge weigern, an ihn zu verkaufen. Respekt !!!
Wir haben gut gegessen und fallen noch vor 22.30 Uhr ins Bett. Mal sehen, wie wir auf der neu zurechtgebastelten Matratze schlafen werden.


1. Nacht: Garmisch-Partenkirchen
Parkplatz am Kurpark, freies Stehen= kostenfrei
AE Wildchuetz 41,-, Einkauf 8,29

Start: 32.111 km

Ende: 32.611 km

Tageskilometer: 500

 

 

Montag, 25.8.2014:    BOZEN 24° C
Nach einem "kleinen Frühstück", dh. Croissant und Kaffee und einem Schuhkauf (Beachte: Wanderschuhe) fahren wir zum ersten Sightseeing-Punkt, der Zugspitze. Hinauf mit der Zahnradbahn und zurück mit der Seilbahn. Am Gipfelkreuz dann die Erkenntnis, dass vom Gletscher nicht mehr viel übrig ist.

Hier treffen wir die erste Gruppe Japaner. Na also. Geht doch!
Ich dachte schon, die Japaner machen einen Bogen um Deutschland...
Dann geht's weiter mit der Gletscherbahn hoch zum Gipfelkreuz. Naja, nicht ganz. Bis zur Aussichtsplattform. Hilton ist auch dabei und hatte das grosse "P" wie Panik in den Augen, als wir  mit der Zahnradbahn gefahren sind. Die Aussicht ist beeindruckend, die Bergkette (fast ohne Schnee) und der Blick auf den türkisblauen Eibsee einmalig. Fotos machen, Aussicht geniessen und dann wieder den Berg runter.

 

Wir schicken unseren Tanzfreunden ein Foto mit dem Gipfelkreuz und erhalten postwendend die Antwort, ob wir momentan wirklich freiwillig da sind? (gestern sind die ersten 4 cm Neuschnee gefallen und es ist ziemlich kühl) Aber wenn wir schon mal in Garmisch sind, dann muss das sein. Bergab geht's dann mit der Seilbahn.
Um 15.00 Uhr weiter Richtung Brenner. Kurze Frage: Autobahn oder Landstrasse?

Wir entscheiden uns für Autobahn, da das Wetter nicht so sonnig ist und wir lieber "Strecke" machen, um früher in Bozen anzukommen. Gegen 17,30 Uhr sind wir da.
Zuerst brauchen wir ein Fahrradschloss, damit unsere Fahrräder nicht in italienisches Eigentum übergehen.... Man sollte es den Dieben auch nicht zu einfach machen. ;))

Also eine zweite, schwerere Kette muss her, die nicht nur die Räder selbst sichert, sondern diese auch mit dem WoMo verbindet. Eine richtig schwere Motorradkette für günstige 15,50 € findet sich dann in einer Art Baumarkt.

Beruhigt können wir das WoMo mit den beiden Rädern am Parkplatz stehen lassen und in die Altstadt gehen. Es sind zwar nur ca 2 km, aber meine Hüfte tut so weh, daher werde ich den Weg zurück zum WoMo nicht laufen. Ich beschließe, für den Rückweg muss ein Taxi her!
In der Altstadt (von der wir wegen knurrendem Magen und lahmen Füssen nicht allzuviel sehen) geraten wir mitten in eine Filmproduktion, wie damals in Kapstadt. Allerdings wird dieses mal nicht geschossen! Die gesamte Filmcrew steht rum, gibt das Startzeichen zum Dreh und dann passiert "Nichts". Wir warten noch eine Weile, aber weiterhin keinerlei "Action". Das ist uns zu langweilig.
Unser Magen knurrt und deshalb wir suchen uns lieber ein nettes Lokal.

 

Der erste italienische Aperol. Dazu Nudel mit Pfifferlingen, eine Miniportion, aber lecker. Zum Nachtisch Marillenknödel. Wir sind glücklich! Das Leben ist schön! Das bestellte Taxi bringt uns zurück zum WoMo.
In der Nacht setzt dann ein leichter Regenschauer ein. Hoffe, morgen früh scheint wieder die Sonne.

2. Nacht: Bozen
Zugspitzbahn 102,-, Parken 3,-  /  Wanderschuhe + Apotheke extra
MAUT 18,-, Brenner 6,50,   Motorradschloss 15,50 €
Parkplatz, freie Flaeche hinter St.Anton Bruecke kostenfrei
Fruehstueck 8,35      Abendessen 42,-     €,   Taxi  10,- €

Start: 32.611 km

Ende: 32.819 km  

Tageskilometer: 208 km

 

 

Dienstag, 26.8.14  TORBOLE 26° C
Frühstück im WoMo, dann über den Brenner Richtung Gardasee. Ziel Torbole am nördlichen Ufer.

Abfahrt zum geplanten Campingplatz Arco Torbole verpasst, dann den nächten Campingplatz angesteuert. Der Campingplatz Europa, liegt unmittelbar an einem der schönsten Strände des Gardasees, durch den er zugleich mit Torbole verbunden ist. Leider ist zwischen unserem Stellplatz und dem Gardasee der Sanitärbau.


Aber wir stecken unsere Füsse ins Wasser und sind happy. Herr Erdmann meint, hierfür würde sich jede Strapaze lohnen. Recht hat er! Der erste Kaffee mit Blick auf den See schmeckt hervorragend. Irgendwie besonders.

Neben dem Campingplatz 3 Surfschulen. Die mitgebrachten Fahrräder kommen zum Einsatz. Zunächst Eis essen in der Altstadt, dann Schinken, Oliven und Käse für's Abendessen einkaufen. Leider sind dafür 25,- € fällig !!!!!
Entlang am See beobachten wir eine Weile die Surfer, die gegen die Wellen kämpfen. Ich habe noch nie so viele Surfer auf dem Wasser gesehen. Hunderte bunte Segel. Schön!!! Morgen probier ich's auch mal. Aber bei weniger Wind.
Leichter Regen setzt ein. Macht nichts. Wir sitzen ja beim Abendessen und TV im Trocknen.

Eis  13,- €, Postkarten 2,80 €
Einkauf 25,69 €, Zigaretten  4,-

Start: 32.819 km

Ende: 32.919   Tkm 100

Camping Europa, Via Al Cor, 4, Nago-torbole TN,

GPS-Daten: Breitengrad 45° 52' 22" N (45.872800)  Längengrad 10° 52' 17" E (10.871580)

 

 

Mittwoch, 27.8.14TORBOLE 27° C
Nach dem Frühstück mit dem Rad nochmal in die kleine Stadt, zum einkaufen. Eigentlich wollten wir eine Tour mit dem Rad um den See machen, aber bei meinem Rad funktionieren die Gänge nicht mehr. Also bleibt es in der nächsten Fahrradwerkstatt. Da sich hier in Torbole alles ums Rad dreht, ist an jeder Ecke ein Bikeshop.

Torbole ist der ideale Ort für aktive bzw. junge Leute, dh. Biker und Surfer säumen das Stadtbild.


Und dann mache ich etwas, was ich normalerweise nie mache:

Ich lege mich an den Strand, bzw. die Wiese am Strand. Von was bin ich denn so müde?

 

Herr Erdmann entdeckt seine sportliche Seite wieder und fährt alleine mit dem Rad los. Später legt er sich auch noch an den Strand und wir trinken hier unseren "eigenen Kaffee". Schließlich ist unser WoMo direkt um die Ecke und ein selbstgemachter Kaffee gar kein Problem. Herr Erdmann liebt seinen selbst aufgebrühten Kaffee. Am Abend will ich das Rad holen, aber mit der neuen Gangschaltung komm ich überhaupt nicht klar. Dh., eine andere muss eingebaut werden und das ist erst wieder morgen früh möglich. Kein Problem.

 

Mit unseren Nachbarn haben wir uns zum Grillen verabredet und dafür muss ich noch ein bißchen was vorbereiten. Der Abend ist ganz lustig, mit der Feststellung, dass hier auf dem Camping hauptsächlich die Männer den Abwasch machen...
Und Alexandra und Christoph sind so begeistert, dass wir im WoMo einen TV haben, dass während des Grillens  "Die Bachelorette" läuft, begleitet von unseren Kommentaren. (Ich finde die Sendung übertrieben gescripted und vermutlich sind die meisten der Kandidaten Models) Also kurzum, grosser Mist!

Kosten Einkauf 5,18 + 15,27, 
Eis 4,-, Cafe  5,-
Parken  3,20     Fahrrad 80,-
Campingplatz 61,20 für 2 Nächte
Tkm keine

 

 

Donnerstag, 28.8.2014   PESCHIERA 28° C
Nach dem Frühstück packen wir und wir fahren los. Genauer gesagt, ich parke das Auto aus.

Herr Erdmann bringt mich mit seinen Anweisungen zum schwitzen und ich werde hektisch. Ein älterer Herr schaut zu, übernimmt kurzerhand das Kommando und winkt mich dann ein. Danach sagt er, ich hätte das toll gemacht! Selbst mein Mann meint, ich könnte mein LKW Führerschein machen....

Jetzt gehts Richtung Süden. Peschiera mit Zwischenstop in Malcesine und Torro del Benaco.

Lt. Reiseführer nicht besonders, aber ich finde den Ort superschön.

Leider bekomme ich solche Bauchkrämpfe, dass ich Probleme habe, zurück zum WoMo zu kommen. Jetzt einen Arzt suchen? Erst einmal die nächste Apotheke anfahren, in der Hoffnung, dass die Krämpfe mit entsprechenden Medikamenten verschwinden. Somit teste ich die erste Fahrt auf dem Bett liegend.

Gewöhnungsbedürftig und weniger angenehm als vorher angenommen.


Der Zwischenstop in Bardolino entfällt. Wir steuern schnurstracks Peschiera an. Herr Erdmann findet sogar einen Stellplatz nur 3 Min. von der City entfernt (mit dem Rad). Wir parken in der Ecke des Platzes  und haben somit eine riesige Wiese für uns allein. Toll!
Für großes Kochen habe ich heute keine Ambitionen. Zum Abendessen daher nur Spaghetti Bolognaise.Hinterher gibt es einen Kaffee aus der  15 Jahre alten Kaffeemaschine, die wir extra eingepackt haben. Nach dem Essen dreht Herr Erdmann eine Runde mit dem Rad und ich lese. Muss ein bischen relaxen...

Kosten: Einkauf 39,71,  Parken 2,-,  Stellplatz 2 Tage  25,20

Wohnmobilstellplatz Peschiera del Garda,Via Milano 43,I-37019 Peschiera del Garda

GPS Daten: 45°26’21’’N,   10°41’03’’O

Start: 32.919 km

Ende: 32.988 km

TKM:  69 km

 

Freitag, 29.6.2014: PESCHIERA 30° C
Zum Frühstück geht's nach dem ersten Kaffee im WoMo zu unserer "Mama". Leider ist sie nicht da, wir nehmen das obligatorische Frühstück - 1 Kaffee Americano con latte und 1 Espresso dazu belegte Brötchen. Früher je 1,-€, jetzt um 50% aufgeschlagen. Also jetzt 1,50 für das Schinkenbrötchen ;)) 

Wo sonst gibt's das am Gardasee?


Im Anschluss bummeln wir ein wenig durch die Stadt und (obwohl ich nicht vorhabe zu shoppen) erstehen wir für mich eine Jacke. Ich hab ja so wenige....

Herr Erdmann gönnt sich einmal eine neue Jeans und ein cooles T-Shirt.


Mit dem Rad geht es anschließend auf Erkundungstour und wir landen in einer uns bisher unbekannten Ecke am Strand von Peschiera. Hier ist mächtig was los. Nachdem wir die sportliche Seite in uns ausgegraben haben, geht es immer weiter mit dem Rad. Macht richtig Spass. Zwischendurch ein Eis und Leute gucken. Macht auch Spass.
Dann wieder zurück zu "Mama", einen Aperol trinken und die Nachmittagssonne geniessen. Heute Abend soll das grosse Fest der Revolution sein. Napoleon & Co. in Aktion. Man sieht jetzt schon überall die verkleideten Menschen durch die Gäßchen flanieren und kommt sich vor, wie zurückversetzt in eine andere Zeit.
Ich mache ein paar Fotos und dann wir stellen fest, es gibt heute Abend gar kein Fest mehr. Alles schon vorbei. Morgen oder am Sonntag wieder. Schade, aber wir wollen morgen weiter.

Kosten: Frühstück 9,50,  Drinks 14,-  , Eis 6,-, SP bereits bezahlt, keine TKM.

 

 

Samstag, 30.8.2014    TOSCOLO MANEBA 31° C
Über die westliche Uferseite treten wir den Rückweg an. Machen einen Zwischenstop in Sirmione, Descencano und landen dann auf einem Campingplatz mit Seeblick in Toscolano.


Obwohl wir bereits vor 2 Jahren die Scaligerburg in Sirmione besichtigt haben, machen wir den kleinen Abstecher nach Sirmione. Ich freu' mir ein Loch in den Bauch, dass ich einen Italiener überredet habe umzuparken, damit wir auf einem langen Parkplatz parken können (sogar kostenfrei) bevor ich merke, dass die Altstadt noch mindestens 2-3 km entfernt liegt. Vielleicht auch mehr. Meine Füsse tun weh und ich stelle fest, dass es ganz in der Nähe der Altstadt noch 2 Parkplätze gegeben hätte....
Mit den Entfernungsangaben haben sie es nicht so hier in Italien. Der Supermarkt um die Ecke war auch nicht zu finden und der ausgewiesene "famila" Markt war einige km ausserhalb. Da hätten wir nnoch lange laufen und suchen können.
Aber wir sind mit Hilton zu Fuß in Sirmione angekommen, haben einen Kaffee getrunken und sind mit dem Taxi zurück zum WoMo. Die Parkkosten haben wir zwar gespart, um sie dann aber in Taxikosten zu investierten...


Desencano, das ich als ziemlich hässlich und nichtssagend in Erinnerung hatte, stellte sich als ganz kleiner niedlicher Ort heraus. Wir hatten beim letzten Besuch nicht die Innenstandt, sondern nur den Randbezirk gesehen. Man sollte also genauer hinschauen, bevor man etwas beurteilt...
Unser Nachtquartier schlagen wir auf dem Campingplatz in Toscolano auf. Freie Platzwahl, das ist super und beschert uns ein Platz mit Seeblick. Am Abend wird gegrillt. Lange können wir allerdings nicht mehr draussen sitzen, dann fängt es an zu regnen bzw. wie aus Eimernzu schütten.

Heute spielen wir zum ersten mal "Mau Mau" - und Herr Erdmann gewinnt, weil er schummelt.

Kosten:
Parken 2,-,  Taxi 10,-,  Camping 27,-
Kaffee 6,-,  Pizza 26,-, Einkauf 13,-

CP Rocca di Manerba,Via Cavalle, 22 - 25080 - Manerba Del Garda - Brescia (BS)

Start: 32.988 km

Ende: 33.043 km

TKM: 55 km

 

 

Sonntag, 31.8.2014 LIMONE 30° C
Wenn es gestern Abend nicht so sintflutartig geregnet hätte, dass der Campingplatz fast abgesoffen ist, wäre es zu überlegen gewesen, ob wir nicht noch eine Nacht dranhängen und hier bleiben.
Aber bevor ich das in Erwägung ziehen kann, hat Herr Erdmann schon unsere Sachen verstaut und ist abfahrbereit. Allerdings muss dieses mal alles abgeputzt werden, bevor es verstaut wird. Selbst die Kabel liegen im Schlamm...
In Gardone, fast um die Ecke, liegt der Garten der Phantasie. Künstlerisch gestaltet von André Heller. Das muss ich mir unbedingt ansehen! Im Fernsehen habe ich schon einen Bericht darüber gesehen. Kunst und Garten - genau meine Welt. Sogar Herr Erdmann findet es schön und ich entdecke wieder Dinge, die ich auch gerne in unserem Garten machen möchte, aber bei der Umsetzung dann vermutlich wieder scheitern werde...
Die weitere Fahrt ist eher unspektakulär, durch Tunnel und ohne besondere Orte. Aber wir kommen zügig voran und sind gespannt auf den von Norman empfohlenen Campingplatz in Limone.
Leider ist jedoch nur noch 1 Stellplatz für eine Nacht frei. Der Platz ist so eng, dass man rückwärts versuchen muss ,dort einzuparken. Ob das funktioniert, ist eher fraglich und wenden ist nicht möglich. Dieses Risiko gehen wir nicht ein, eventuell hier noch unser WoMo zu zerlegen. Wir suchen einen anderen Campingplatz.


Camping Garda. 34,- pro Nacht mit Hund 37,50€.  In 2. Reihe, Platzvergabe nicht ersichtlich, was auch die Nachbarn rechts und links neben uns auf die Palme und zu lautstarken Auseinandersetzungen mit dem Platzwart bringt. Hilft aber alles nichts, die vorderen Plätze sind lt. ihm vergeben....
Wir müssen das WoMo (trotz jeder Menge Platz!!!) genau gegen das unseres Nachbarn stellen. Absolut idiotisch! Damit verstellen wir uns das Fenster uns es ist jetzt komplett finster im WoMo. Na toll!

Aber wir wollen ja die Umgebung und nicht den Campingplatz besichtigen. Grummel, grummel...
Mit dem Rad gehts dann hinein nach Limone, immer den Berg runter. (Ich denk jetzt schon an den Rückweg....)


Limone, ist sehr schön. Kleiner Hafen und sehr enge Gassen, immer bergauf. In einer kleinen Ausstellung sehen wir Bilder über die Anfänge des Tourismus am Gardasee. Interressant, sich das anzusehen.
Mit Blick aufs Wasser geniesse ich meinen Aperol und Herr Erdmann genehmigt sich ein Eis.
Anzumerken, hier sind die Preis 1- 2,-€ teurer als in Torbole oder der anderen Uferseite.
Aktiv sein, selbst bergab mit dem Rad, ist anstrengend. Ich bin müde und wir fahren zurück. Nicht ganz richtig - ich schiebe die meiste Zeit, natürlich immer bergauf.
Endlich angekommen. Jetzt einen Kaffee! Genüßlich sitzen wir vor unserem WoMo, genießen den Kaffee und lesen.


Danach inspizieren wir den Campingplatz und die Duschen. Ergebnnis = katastrophal!!!

...und das Restaurant ebenso. Der Platzwart verrät den Nachbarn, dass heute eine Gruppe polnischer Jugendlicher die witzigen VW Zelte neben uns bezieht und daher Ärger und Lärm vorprogrammiert sind. Wir sollen uns schon darauf einrichten.
Oje! Wir werden morgen besser weiter fahren und nicht die 2 gebuchten Tage hier bleiben. (Lohnt sich hier wirklich nicht)

Kosten: Andre Heller Botanic Garden + parken 27,-
Pizza             Eis u. Aperol
Camping 37,50 €, vollkommen überteuert, nicht sehr freundlich und nicht schön.

Camping Garda, Via 4 Novenbre, 10, Limone sul Garda, Brescia 

GPS: Breitengrad 45° 48' 19" N (45.805320)  Längengrad 10° 47' 15" E (10.787530)    

Start: 33.043 km

Ende: 33.077 km
TKM:      34 km

 

 

Montag, 1.9.2014TORBOLE 28° C
Nach dem Frühstück brechen wir auf Richtung Riva. Dort gibt es einen Stellplatz, den die Platznachbarn empfohlen haben. Std. 0,50 €. Wir parken erst einmal, gehen in die Stadt und schauen uns die Stadt an.  Ein kleines Bimmelbähnchen macht eine Rundtour. Nichts besonderes, also Riva ist nicht unsere Stadt. Zu gross und ohne Charme. Deshalb stellt sich die Frage, warum sollen wir noch in dieser Stadt bleiben?
Torbole hat uns besser gefallen und nur 4 km entfernt. Nichts wie hin.
Diesmal vielleicht zum Camping Arco Torbole. Plätze sind zwar frei, aber leider keiner mit Blick auf den See. Warum nicht nachsehen, ob Camping Europa noch einen Platz für uns frei hat. Ja, aber leider erst gegen 19.00 Uhr. Dh. wir müssten bis heute Abend die Zeit "totschlagen".

 

OK., dann fahren eben wir weiter Richtung Kalterer See. Links hohe Berge, rechts nur Wein und Äpfel, bis hoch in die Berge. Dazu im Bach grün-graues Wasser, klar wie ein Bergsee. Das erinnert mich an die Österreicher Alpen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz kommen wir zu spät. Camping Gretl am See ist ausgebucht. Ausweichplatz am Restaurant. Aber wir stellen fest, der Platz am Restaurant ist bereits überfüllt und zudem extrem teuer für eine unbefestigte Wiese, ohne Stromanschluss (alle schon besetzt) und Komfort. Für was sollen wir hier zahlen???

Ein paar Meter weiter, auf dem Weg zum nächsten Ort und Restaurant, parken wir hinter einem Wohnmobil auf der Brücke - und beschließen, hier die Nacht stehen zu bleiben. Ein paar andere Wohnmobile reihen sich ein.
Wir essen deftig im Restaurant und freuen uns, daß wir einen SP für die Nacht gefunden haben und die gesparten Kosten für den Stellplatz jetzt im Restaurant ausgeben können.

 

Kosten:
Benzin 65,42
Stellplatz: Brücke 0,-
Cafe 5,- + ME 25,-, + AE 42,-

Start: 33.077 km

Ende: 33.200 km
TKM:     123 km

 

 

 

Dienstag, 2.9.14   MERAN 28° C

Dorf Tirol - wunderschönes Postkartenmotiv - aber für WoMo Fahrer der Alptraum. Enge Gässchen und wir wissen nicht, ob der nächste Weg überhaupt für ein WoMo geeignet ist. Ich schwitze Blut und Wasser, ob wir das ohne Kratzer oder Schäden überstehen. Endlich ein Parkplatz. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg in den kleinen Ort, der aber weniger spektakulär ist, als erwartet. Also weiter.

Bitte, lass uns einen Weg aus dem Ort finden, bei dem wir nicht rückwärts wieder irgendeinen Hügel hinauf müssen.... Endlich geschafft! Kein Unfall, aber schweissgebadet!

Weiter geht's nach Meran. In der Innenstadt finden wir keinen Parkplatz, deshalb fahren wir aus der Stadt hinaus Richtung Schloss Trautmannsdorf, nehmen von dort den Bus Nr. 4 zurück in die Stadt. Wir bummeln durch die berühmte Einkaufsstraße und genießen einen Kaffee im Straßencafé. Mit dem Bus wieder zurück, besuchen wir "Schloß Trautmannsdorf" und schauen uns die Ausstellung und die Gemächer von Sissi an, die hier ihre Sommermonate verbracht hat. 

 

Außerdem lädt das Schloß zu einer vergnüglichen Reise durch 200 Jahre alpiner Tourismusgeschichte ein. Das Touriseum (aus Tourismus und Museum) ist das erste Museum, das die Geschichte und Gegenwart des Tourismus zum Thema macht und auf humoristische Weise sehr sehenswert.

Auch den Garten muss ich logischerweise etwas genauer ansehen ;)) Der Garten ist ein Muss für Gartenfreunde. 2005 wurde er als „schönster Garten Italiens“ ausgezeichnet. Der Garten erstreckt sich über 12 Hektar und 100 m Höhenunterschied und zeichnet sich durch ein einzigartiges Bild aus.

 

Weiter geht's.

Wir fahren auf langen Strecken durch endlos scheinende Apfelplantagen. Fünf Milliarden Äpfel werden hier jährlich geerntet. Turmhohe, noch leere Obstkisten stehen gestapelt am Wegrand.

In der Gegenwart begeben wir uns jetzt auf die Suche nach einem Stellplatz und landen auf dem Schneeberger Hof. Immer weiter hinauf durch weite Apfelplantagen.Sind wir schon wieder falsch? Bitte nicht schon wieder! Das kann doch nicht sein, dass wir auf Feldwegen mitten durch die Apfelbäume fahren müssen? Doch müssen wir.

Vor uns ist tatsächlich irgendwann der Stellplatz am Schneeberger Hof zu sehen. Glück gehabt!

Es sind schon jede Menge Wohnmobile da. Die haben's auch geschafft. Wir schließen den Strom an und bestellen anschließend das angebotene Schnitzel im Restaurant.

 

Schloss Trautmannsdorf , St-Valentin-Str. 51A, I-39012 Meran,   Eintritt  25,-
Einkauf 30,- &  AE 37,90
Stellplatz Schneeberger Hof, Segebühelstr.26, Dorf Tirol  23,-

GPS 46°40'32"  11°10'0"

 

Start: 33.200 km

Ende: 33.241 km
TKM:      41 km

 

 

Mittwoch, 3.9.14 PFUNDS 26° C

Wir lassen Meran hinter uns und über den Reschenpass -Imst - Fernpass geht's Richtung Heimat. Kaum größere Steigungen, vorausgesetzt, man hat nicht die Absicht einen Abstecher nach Samnaun zu machen. In diesem kleinen Grenzort empfiehlt ein Womo-Reiseberichtschreiber, sollte man tanken und einkaufen. Klar, machen wir. Unmittelbar vor Pfunds kann man nach Samnaun, einer "zollfreien Zone" im Schweizer Hoheitsgebiet, abbiegen. Einige Kilometer geht's steil bergauf mit vielen Kehren.       In seinem Reisebericht hat er allerdings nicht geschrieben, daß der Weg über den 3035 m hohen Pass grenzwertig ist, zumindest ist er so steil, daß unsere Bremsen mittlerweile zu riechen sind. Außerdem fährt es sich mit Angstschweiß nicht so gut, deshalb drehen wir um und verzichten auf dieses Vergnügen. Im übrigen wird zwar auf schweizer Seite nicht mehr kontrolliert, dafür übernehmen das dann die Österreicher...

 

Herrliche Landschaften und kleine Orte während unserer weiteren Fahrt entlang des Reschensees.

Dann sehen wir Graun, der versunkene Ort im See. 163 Häuser versanken im See. Das Einzige was nach der Flutung des Ortes zugunsten eines Stausees übriggeblieben ist, ist der Kirchturm. Der ragt noch aus dem See heraus. Ein Bild, das sich in jedem Buch über Südtirol findet. Das wollen wir uns gerne etwas näher ansehen.

Es gibt zwar einen Stellplatz am See, aber Leitplanken versperren die Seesicht. Nicht so toll.

Zurück nach St. Valentin, Parkplatz direkt am See an den Fischerhütten. "Parken verboten von 18.00 - 8.00 Uhr". Ignorieren? Das trau' ich mich nicht. Also weiterfahren. Von Imst über Landeck.

Wir landen schließlich in Pfunds, einem kleinen Mini-Durchgangsort im Nirgendwo des Inntals.

Aber mit einer super urigen und modernen Bar. Fux Lounge! Unbedingt hingehen, direkt an der Hauptstraße. (oder an der einzigen Straße???) gelegen ;))


Parken  1,90,  Einkauf  25,61, Fux Bar  12,-, SP freier Platz

Start: 33.241 km

Ende: 33.384 km
TKM:     143 km

 

 

Donnerstag, 4.9.14     Heimfahrt 27° C   

Von Pfunds geht's weiter Richtung Füssen. Somit kommen wir an den Bayerischen Schlössern vorbei.  Wir können also König Ludwig's Märchenschloss Neuschwanstein einen Besuch abstatten.

Der bayerische König Ludwig II, begann 1868 seinen Traum eines Märchenschlosses im Stil der alten deutschen Ritterburgen zu errichten. Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. 1,3 Millionen Menschen jährlich besichtigen "die Burg des Märchenkönigs".

Wir gehören diesmal nicht dazu.

 

Leider erreicht uns nämlich ein Anruf, dass Armin, beim abschlagen der Fliesen im Bad die Wasserleitung getroffen hat und den Abstellhahn nicht finden kann...

Kurze Lagebesprechung und den Auftrag, sofort einen Installateur zu bestellen. Nicht das wir bald ein "versunkenes Haus" im See haben.

 

Das Wetter wird auch immer schlechter. Wir parken kurz, werfen einen Blick auf das Schloss und entschließen uns, die Besichtigung auf eine andere Reise zu verschieben und gleich den Heimweg anzutreten. Auf der A 7 geht es über Kempten - Ulm - Würzburg nach Hause.

Unterwegs löst sich bei einem Transporter vor uns (mit einem Traktor auf dem Anhänger) ein rostiges Teil, fliegt uns auf die Windschutzscheibe und hinterlässt eine Macke. Zwar habe ich sofort die Polizei des nächsten Ortes informiert, die ist jedoch nicht zuständig. Die Autobahnpolizei auch nicht, gibt aber den Hinweis, ich soll bei der Versicherung anrufen, das Kennzeichen nennen und den Halter ausfindig machen. Der Anruf - in einer Endloswarteschleife bei der Versicherung bringt mich nicht weiter. Ich lande im Call Center, der Herr ist nicht zuständig, kein Ansprechpartner greifbar...

Weitere Versuche verlaufen ebenso. Also morgen dann per Brief den Schaden der Versicherung melden und die Kosten für die Reperatur der Windschutzscheibe geltend machen.

Am späten Abend sind wir dann Zuhause. Das Chaos ist "Gott sei Dank" bereits beseitigt (... und kostet mich für 5 Min. Arbeit später 150,- €)


Tanken 80,-
Regenjacken 30,-

Parken Königsschloss: 87629 Füssen, GPS: 47°34’56’’N, 10°42’03’’O

Start: 33.384 km, TKM:      571 km

Ende der Reise  33.955 km


Fazit der Reise: Wunderschöne und abwechslungsreiche Tage. Ideal zum relaxen.
Gesamtkilometer Reise: 1844 km


Heiterwanger See - Garmisch & Zugspitze mit Blick auf den Spitzingsee

Bozen, Torbole & Malcesine & Torri del Benaco & dann endlich in "unserem" Peschiera

PS: Einen der wenigen oder vielleicht sogar den einzigen ganzjährig geöffneten Campingplatz am Gardasee findet man in Lazise: Camping Amici ( Camping Amici di Lazise, Strada del Roccolo, I-37017 Lazise, Telefon: (+39) 045/6490146)

GPS:   N 45.479193  E  10.726057

 

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