Danzig

©Roger Mladek  / pixelio.de


Je mehr man schläft, desto weniger lebt man  Polnisches Sprichwort

Auch wenn Polen zu den osteuropäischen Staaten zählt, so liegt es doch zentral in Europa. Die Oder-Neiße-Linie grenzt Polen im Westen von Deutschland ab, im Süden Tschechien und die Slovakei, im Osten Weissrussland und die Ukraine und im Nordern verläuft die Grenze bei Litauen und die russische Exklave um Königsberg und die Ostsee.

Polen ist etwa so groß wie Deutschland, hat aber nur etwa halb soviel Einwohner (40 Millionen), davon leben etwa 460.000 Einwohner in Danzig. Die Region ist besonders berühmt für Bernsteinaufkommen und -Verarbeitung.

 

Danzig gehört zu den schönsten Städten in Polen und ist eine der ältesten Hansestädte, im Süden Polens, etwa 5 km oberhalb der Weichselmündung in der Danziger Bucht gelegen.Sie war einer der Hauptschauplätze, als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach. Seit 1945 gehört die Hansestadt zu Polen. Während des Krieges wurde die Stadt schwer beschädigt und zu 90% zerstört und nieder gebrannt. Seit dem 17. Jahrundert wohnten von der langen Gasse bis hin zum langen Markt die reichen Patrizier der Stadt. Insbesondere die Häuserfronten sahen besonders schön aus. Die Danziger bauten zumindest die Fassaden nach alten Aufzeichnungen wieder auf. Die Altstadt wurde restauriert und ist heute eines der Hauptattraktionen der Stadt.

 

Am langen Markt kann man in Straßencafés wunderbar sitzen und "Leute gucken", wie wir es nennen. Danzig ist eine Multikulturelle Stadt. Nicht nur deutsche und niederländische Spuren, hier haben verschiedene Kulturen ihre Spuren hinterlassen.

 

Am langen Markt liegt der Artushof, früher ein Treffpunkt reicher Kaufleute. Sie tranken hier ihr Bier und schlossen dabei ihre Deals ab. Inmitten ein 12m hoher Kachelofen, mit dem Bildern von Männern und Frauen in Ton gebrannt. Sozusagen Selfies und Facebook der Vergangenheit. Dieses Kunstwerk versteckten die Danziger in den letzten Tagen des Krieges vor der Roten Armeeund haben somit den Ofen für die Nachwelt grettet.

 

Weiter geht es zur Marienkirche, der bedeutendsten Kirche Danzigs und eine der größten Backsteinkirchen der Welt.

Bis zum Jahre 1945 war sie evangelisch, danach katholisch. 105,5 m lang und an der breitesten Stelle misst das Kirchenschiff 66 m. Aber in Danzig gibt es nicht nur Kirchen, Tore und Patrizierhäuser.

 

Auf dem Turm von St. Katharinen, der ältesten Kirche Danzigs, spielt eine junge Polin das Carillon, eine Art riesiges Glockenspiel, das man über weite Teile Danzigs hören kann. Sie schlägt auf die Hölzer, die schlagen auf einen Klöppel, der wiederum schlägt auf die Glocken. Glockengeläut live sozusagen, das in der ganzen Stadt zu hören ist.

Straßenkünstler und moderne Musik ertönt ebenfalls auf vielen Plätzen der Stadt. Open Air Konzert for free sozusagen.

 

Die Altstadt entstand erst nach der Rechstadt und erhielt 1370 dann die Stadtrechte, sie war somit eigenständig und hatte einen eigenen Bürgermeister und ein eigenes Rathaus. ;)  Weitere Informationen siehe folgende Links.

Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten liegen allerdings in der Rechtstadt, die durch viele Tore begrenzt wird. Sie dienten in früheren Zeiten zur Abwehr und als Kontrollinstanz, die den Reichtum der Stadt verteidigten. Nachts wurden die Tore deshalb geschlossen.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist das alte Kran Tor aus dem 14. Jahrhundert. Der lange Kran konnte sogar Schiffsmasten hochheben und sie so in größere Boote einsetzen. Man passiert ihn, wenn man über den Fluss Motlawa nach Danzig kommt. Auch hier weitere Informationen unter den folgenden Links

2011 wurde für die Europameisterschaft im Fußball die große Arena eingeweiht. 2012 spielten hier die Deutschen gegen Griechenland. Wegen ihrer goldenen Farbe nennen die Danziger sie auch "Bernstein Stadion".

 

Seitdem die Gewerkschaftsbewegung Solidarność 1980 das Ende der kommunistischen Regierung einläutete und die Grenzen offen sind, kommen viele wieder in ihre alte Heimat zurück und besuche ihre wunderschöne Stadt.

 

Anreise: 1974 wurde der neue Flughafen etwa 10 km westlich der Innenstadt gelegen, eingeweiht und trägt den Namen Lech-Walensa, nach dem Gründer der  Solidarność und späterem Präsident Polens. Air Berlin, Lufthansa, die polnische LOT und sogar der Billigflieger Ryanair fliegen ihn an. Flugzeit ca. 2 Std.

Direkte Bahnverbindungen bestehen zwischen Berlin und Danzig.

Viele kommen allerdings im Rahmen einer Ostsee-Kreuzfahrt hierher, die Danzig auf ihrer Baltic Tour ansteuern.

 

 

Camping: Ein bewachter Parkplatz/Stellplatz gibt es am Rande der Altstadt GPS : 54o20´51´´N - 18o38´55´´E

Camping Stogi Nr. 218, ul. Wydmy 9, PL 80-656 Gdańsk, Tel: 0 58/3 07 39 15, GPS: N 54°22'11.5'' E 18°43'47.99''