KIEL

©Petra Bork  / pixelio.de


Jeder kann ein Schiff steuern bei ruhiger See  

                                                                 

Warum Kiel?

Es liegt hoch im Norden an der Ostsee und ist eine Hafenstadt, außerdem Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt. 

Von hier fahren die Fähren nach Skandinavien und legen praktischerweise fast in der Innenstadt an. Und Kiel ist das Mekka aller Segler- hier findet in der letzten Juni Woche jeweils die "Kieler Woche", die größte Segelregatta der Welt statt. Viele bunte Segel werden gehisst und es ist wunderschön, den Segelschiffen zuzusehen. Auch das Segelschulschiff Gorch Fock, mit seinen drei Masten und 23 Segeln liegt hier im Hafen. Vorausgesetzt, es nicht gerade auf Ausbildungsreise, denn es ist das Segelschulschiff der Deutschen Marine. Und in ihrem Heimathafen Kiel führt sie die Windjammerparaden bei Kieler Woche als Flaggschiff an.

Die Schifffahrt spielt also seit jeher eine wichtige Rolle in Kiel. Aber auch sonst hat Kiel noch einiges zu bieten.

 

Die Stadt an der Kieler Förde liegt ca. 95 km von Hamburg und hat knapp 250.000 Einwohner. Während des Krieges wurde Kiel schwer getroffen und vollständig zerstört. Daher ist von Altstadt nicht wirklich was zu sehen. Trotzdem gibt es einige Sehenswürdigkeiten z.B. die Kunsthalle, das Stadt- und Schifffahrtsmuseum, oder das Seehundbecken im  Aquarium und natürlich der Hafen. Vielen fällt bei Kiel noch die berühmte Handballmannschaft ein. Nach dem Handballkrimi am 29.1.2016 steht Deutschland nach 9 Jahren wieder im Finale. In der Saison 2014/2015 wurde der THW Kiel Deutscher Meister, er zählt  zu den Spitzenteams in der Bundesliga und wurde mehrfacher Champions League Sieger.

 

Wer shoppen will kann dies in der Holstenstraße ausgiebig tun. Sie ist Deutschlands älteste Fußgängerzone. Bereits 1953 wurde sie für den Autoverkehr gesperrt. Wenige Meter weiter findet sich das Rathaus mit seinem 106 m hohen Rathausturm. Kommt er Ihnen irgendwie bekannt vor?

Richtig, den haben die Kieler vom Markusdom in Venedig "kopiert" und dann etwas höher gemacht, als das Original. Macht nichts, das Rathaus ist trotzdem oder gerade deswegen ein Wahrzeichen der Stadt. Wer will erklimmt die Aussichtsplattform und genießt so den schönsten Blick über Kiel.

Auch ein Besuch der Dänische Straße lohnt sich. Sie ist eine der am besten restaurierten Straßen der Altstadt.

 

Oder möchten Sie lieber am Wasser sitzen und den Blick genießen? Vielleicht mit einem echten Kieler Imbiss, der "Kieler Sprotte". Über Buchenholz wird der heringsähnliche Fisch geräuchert und erhält so seinen besonderen Geschmack. Gegessen wird er so: etwas auf den Bauch drücken damit er weich wird, dann den Kopf und den Schwanz abmachen und dann lassen sich die Gräten ganz leicht rausziehen. Dann mal "Guten Appetit!"

 

Zurück zum Hafen geht es über die "Klappt-nix-Brücke", wie die Faltbrücke lange Zeit genannt wurde, da sie nicht funktionierte. Heute klappt alles bestens und so gelangen Fußgänger und Radfahrer über die Hörnenbrücke vom  am Westufer Stadtzentrum der Hörn zum Norwegenkai am Ostufer. Die Brücke wird  zwölfmal täglich für 15 Minuten geöffnet und zusätzlich unregelmäßig für den Schiffsverkehr.

 

Im Hafen liegen viele Frachtschiffe. Mehr als 30.000 durchqueren den Nord-Ostsee-Kanal, und sparen sich so einen Umweg von 460 km um Dänemark herum. Das spart Zeit und Geld. Auch Passagierfähren und Kreuzfahrtschiffe laufen hier aus in Richtung Skandinavien, Baltikum oder Russland. Die großen Pötte sind zum Teil 300 m lang und transportieren hier "Massen" an Touristen.

Hier steht auch der alte Backstein-Leuchtturm, in dessen Grundstein die Gründungsurkunde des Nord-Ostsee-Kanals eingemauert wurden. Wer in den Hafen der Ehe steuern will, kann dies in der Gedenkhalle tun.

 

Am Thiesenkai findet sich das ehemalige Kontorhaus, das heute eine urige Kneipe ist. Kontore wurden damals die Büros der Kaufleute genannt, die sogar ihre eigene Rechtsprechung hatten. Geleitet wurden diese Kontore von sogenannten Ältermännern, die die Statuten und Reglements der Kontore überwachten.

 

Besuchen Sie doch auch einmal die Ostseite der Förde nach Laboe.  Mit einem Fördedampfer kommt man vom Bahnhofskai dort hin. Hier steht das Marine-Ehrenmal. Es wurde in Form eines Schiffsstevens zu Ehren gefallener Marinesoldaten erbaut . Auch zu sehen das begehbare U-Boot U 995. Hier lässt sich nachempfinden, wie sich Soldaten tief unter Wasser fühlen, auf engstem Raum und größtenteils im dunkeln.

 

Und wer keine Lust hat, die Stadt per Pedes zu erkunden, dem stehen Leihfahrräder bzw. E-Bikes zur Verfügung. Für  Tatort-Fans gibt es - in unregelmäßigen Abständen- auch geführte Touren zu den Kriminalschauplätzen der Stadt. Diese Tour gibt es auch als Selbstfahrer-Tour.

Natürlich kann man sich auch auf einer Hafenrundfahrt vom Kapitän allerhand maritime Geschichten und Infos zu Kiel erzählen lassen. Start der Touren an der Bahnhofsbrücke.

 

 

Anreise: Alle Wege führen nach Norden. Mit dem Flugzeug nach Hamburg, weiter mit dem Bus von Autokraft täglich bis zu 19 mal von Hamburg über Neumünster nach Kiel. Mit der Bahn ist es natürlich auch überhaupt kein Problem.

Per PKW oder Wohnmobil geht es über die A7 oder die A1 in ca. 6 Std. nach Kiel.

 

Camping:

In und um Kiel gibt es verschiedene Campingplätze ebenso werden 10 Stellplätze ausgewiesen.