Wismar


Vom Süden kommend über Frankfurt - Hannover auf der A7 über Hamburg,  geht es weiter auf die A1 über Lübeck, dann auf die A20 Richtung Rostock.  Um ins Stadtzentrum zu kommen, Ausfahrt 8 Wismar-Mitte nehmen. Ca. 550 km und 5,5 Std. Fahrtzeit bis zum Ziel.
Stellplatz für Wohnmobile direkt am Westhafen, Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar -  Altstadt zu Fuss erreichbar-

GPS:  53.894250 B ,  11.452100 L    www. wohnmobilpark-wismar.de

 

Die UNESCO-Welterbe und Hansestadt Wismar ist geprägt von Hafen, Fischerei und Hanse, den sorgsam restaurierten Bürgerhäusern, dem einzigartigen Marktplatz mit seinen Cafés, den Denkmälern der Backsteingotik und Kopfsteinpflaster. Mit 10.000 m² Fläche ist der Marktplatz einer der größten in Norddeutschland.

Hier befindet sich auch das Rathaus. 1807 stürzte der linke Flügel des spätgotischen Vorgängerbaus ein. Das Rathaus wurde im klassizistischen Stil von 1817 bis 1819 wiederaufgebaut. Die noch brauchbaren gotischen Gebäudereste wurden in den Neubau miteinbezogen. Zu bewundern ist dort die von 1580 bis 1602 nach den Plänen des niederländischen Baumeisters Philipp Brandin aus Utrecht im Stil der holländischen Renaissance erbaute Wasserkunst, die bis 1897 zur Trinkwasserversorgung der Stadt diente. Heute ist der Brunnen nur noch eine wundeschöne Sehenswürdigkeit.

Am Marktplatz steht auch der „Alte Schwede“, der um 1380 erbaut wurde. Früher ein Wohn- und Geschäftshaus, seit 1878 eine Gastwirtschaft, die den Namen „Alter Schwede“ trägt. (Zur Erinnerung an die Wismarer Schwedenzeit von 1648 bis 1803).

 

Weiter geht's zur Krämerstraße. Hier steht das Stammhaus der Karstadt AG, 1881 von Rudolph Karstadt gegründet,  mit nur einem Angestellten. Er führte auch die damals noch unübliche Geschäftspolitik der Barzahlung ein. Die Krämerstraße mit ihren vielen sehenswerten Giebelhäusern weist auf die früheren "Krämerläden" hin.Das Schabbellhaus ebenfalls von Philipp Brandin als Brauhaus und Wohnhaus für den späteren Wismarer Bürgermeister Hinrich Schabbell errichtet, wurde leider renoviert und von Bauzäunen verdeckt.


Die Kirchen in Wismar

Die Silhouette der Stadt wird geprägt von drei mittelalterlichen Backsteinkathedralen. St. Nikolai, St. Georgen und St. Marien Kirche.

 

St. Nikolai-Kirche

St. Nikolai war die Kirche der Schiffer und Fahrensleute. Ihr hohes Mittelschiff ist das vierthöchste Kirchenschiff Deutschlands mit 37 m. Im 14. Jahrhundert begann man mit dem Bau der heutigen Kirche. 1703 fiel der Turm einem Orkan zum Opfer. Durch den Einsturz wurden auch große Teile der Inneneinrichtung zerstört, die anschließend im Barockstil ersetzt wurden. Die Kirche beherbergt eine Vielzahl von kunstvollen Ausstattungsstücken.

St. Georgen Kirche

Die St. Georgen Kirche ist eine der 3 Großkirchen in Wismar in norddeutscher Backsteingotik. Die Ursprünge der St. Georgen-Kirche liegen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Iin ihrer heutigen Form entstand sie etwa zwischen etwa 1440 und 1550 als dreischiffige Basilika mit Querhaus und war die Kirche der Handwerker und Gewerbetreibenden.

Der Turm wurde nie vollendet.

Die Kirche mehrfach verändert und 1594 fertig gestellt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt.

Seit 1990 findet der Wiederaufbau statt.

Auf dem 36 Meter hohen Turm kann man einen 360° Ausblick über die Stadt und die Umgebung genießen.

 

Die Marienkirche

 

Die Sankt Marienkirche liegt im Zentrum der Altstadt zwischen Marktplatz und Fürstenhof und ist die höchste der drei Stadtkirchen. Die ehemalige Hauptpfarrkirche & Ratskirche wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Über die bereits vorhandene Kirche wurde Anfang des 14. Jahrhunderts eine doppelt so große und doppelt so hohe Kirche errichtet. Der 80 Meter hohe Turm der Marienkirche ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen und gehört zu den ältesten Bauwerken Wismars.Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und 1960 gesprengt. Bis dahin galt sie als eine der schönsten Backsteinkirchen im norddeutschen Raum.

 

 

Heilig-Geist-Kirche
Sie gehört zwar nicht zu den Wichtigsten, aber vielleicht zu den schönsten Kirchen Wismars.
Der einschiffige Bau stammt im Wesentlichen aus dem 1. Drittel des 14. Jahrhunderts. Seine wuchtigen Pfeiler wurden am Ende des 16. Jahr- hunderts zur Stützung der Mauer angebracht, sie bestimmen bis heute das Straßenbild der Lübschen Straße. Im hellen Innenraum fasziniert eine barocke Balkendecke aus dem Jahre 1687, die alttestamentarische Szenen zeigt. Direkt darunter überspannen elf gotisch bemalte Balken den Raum und halten die Außenmauern zusammen. Von der Hofseite hat man einen besonders schönen Blick auf die Kirche.

 

Sehenswert

 

Das Archidiakonat  

 

Um 1450 wurde es als ehemaliges Wohnhaus des Archidiakons (bischöflicher Stellvertreter in der Kirche des Mittelalters) im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Wie auch viele andere gotische Bauwerke rund um den Marienkirchturm wurde das Archidiakonat im letzten Weltkrieg stark beschädigt und mit erheblichem Aufwand rekonstruiert. Der Staffelgiebel an der Nordseite ist von besonderer Bedeutung und mit Windlöchern verzierte, was insbesondere bei Sonnenschein sehr schön aussieht.

 

Der Fürstenhof

 

Von 1256 bis 1358 war der Fürstenhof die Hauptresidenz der mecklenburgischen Herzöge. Er setzt sich aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln zusammen. Das „Alte Haus“, (Westflügel) entstand 1512/13 und ist noch den spätgotischen Gestaltungsprinzipien erbaut. Das „Neue Haus“ in den Jahren 1553 bis 1555 wurde im Stil der italienischen Renaissance erbaut und mit plastischem Kalkstein- und Terrakottaschmuck reich verziert. Die drei Geschosse werden durch figürliche Friese voneinande runterschieden. Auch die Portale der Tordurchfahrt wurden reich verziert. Nachdem Wismar an die schwedische Krone 1648 fiel, wurde das höchste schwedische Gericht (Tribunal) im Fürstenhof für die schwedischen Besitzungen in Norddeutschland eingerichtet.

Und heute zeugt das Schild "Amtsgericht" wohl davon, daß hier noch immer "Recht" gesprochen wird.

 

Wer nicht nur WISMAR ansehen will, sondern auch Lust hat die Gegend zu erkunden, der geht weiter auf Erkundungstour. z.B. nach Schwerin, Warnemünde oder Boltenhagen.Tipps s. Reisebericht Wismar