China Tag 11 - Shanghai

Anfangen ist leicht, beharren ist Kunst. Chinesisches Sprichwort


11. Tag: Shanghai (F M)
Ihren Tag in Shanghai verbringen Sie im Shanghai-Museum. Dann haben Sie etwas Zeit auf der Nanjing Straße und Bund zur freien Verfügung, wo sich viele große Geschäfte und Boutiquen befinden.
Optionale Tour: Abendessen + eine spannende Akrobaten-Darbietung

 

Shanghai auf eigene Faust

Nein, ich spiele nicht mit. Gestern Abend nach einer Mammut-Tour spät ins Bett und heute soll ich schon wieder früh aufstehen? Das alles nur um mir eine Kaschmir, Seide oder sonst irgendeine weitere Verkaufsveranstaltung anzusehen? Frau Xu besteht darauf, dass wir gemeinsam als Gruppe dorthin gehen.

Aber das war ein optionaler Punkt. Ja, optional die Seidenfabrik oder Kaschmirfabrik. Die Option besteht zwischen der Wahl der beiden. Kommt nicht in die Tüte. Ich gehe nicht mit. Ich schlafe aus, frühstücke in Rune und schaue mir die Stadt auf eigene Faust an. Nicht im Schweinsgalopp in der Xu-Gruppe durch die Örtlichkeiten gezerrt, damit mehr Zeit für die blöden Verkaufsveranstaltungen bleibt. Ich STREIKE!

 

Mit einer kleinen Gruppe von 8 Personen fahren wir mit der Metro in die Stadt. Shopping, Essen wo und was wir wollen. Das muss doch einfach ein schöner Tag werden.

Wird es auch. Doch zunächst müssen wir erst einmal den Chinesischen Fahrscheinautomaten verstehen. Wer kann hier Chinesisch?
Ein netter Mitarbeiter der Chinesischen U-Bahn hilft uns und wir halten kurz darauf unsere chinesischen Fahrscheine in der Hand. Diesmal dürfen wir sie auch behalten ;).

Wir fahren un die Innenstadt und bummeln durch verschiedene Straßen, schauen uns einen Tempel an und landen in einer super tollen Bäckerei mit allerlei bunten Kuchen und Törchen. Es gibt sogar bayrische Bretzel!

Im hinteren Teil der Bäckerei gibt es lange Tische, wo es auch Kleinigkeiten zu essen gibt. Wir freuen uns über die bunten Törtchen und trinken Tee. Diesmal hindert uns auch niemand, in der Innenstadt so lange zu bummeln, wie wir wollen.

Auch einen Abstecher in den Vergnügungsteil machen wir noch, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. Schließlich wollen wir ja heute Abend die berühmte Chinesische Show sehen. 

 

Pünktlich trafen wir zur Abendveranstaltung ein. Wir hatten uns entsprechend die Adresse besorgt und tatsächlich den Platz gefunden. Allerdings hat es ein paar Minuten gedauert, bis wir unsere Gruppe gefunden haben. Gemeinsam haben wir dann die chinesische Akrobaten-Show angesehen. Wirklich beeindruckend und sehr schön. Schlangenmenschen, Akrobatik und 7 Motorradfahrer, die gleichzeitig im Kreis in einer Kugel fuhren. Halsbrecherisch und phänomenal. Das war wirklich spektakulär!

Alles in Allem war das ein super Tag und die beste Entscheidung, uns auf eigene Faust zu vergnügen. Wir hatten viel Spaß, haben viel gesehen, auch Dinge, die nicht auf dem Plan standen und waren eine super Truppe. So etwas schweist zusammen.

Im Gegensatz hatte die restlichen Gruppe scheinbar nicht so viel Spass, wie ich aus folgendem Blog entnehme:

... und mit der Reisegruppe

Auszug aus dem Blog eines Mitreisenden: https://rmeblog.de/china-kompakt

Nach dem Frühstück begann Teil zwei der Merkwürdigkeiten des vergangenen Tages. Eigentlich hätten wir heute die Stadtbesichtigung durchführen und die Einkaufsstraße besuchen sollen. Dazu hätten wir dann ja auch genug Zeit gehabt. Da wir dies aber aus den oben genannten Gründen bereits gestern erledigt hatten, war nun plötzlich – oh Wunder – ein Zeitfenster für gleich drei weitere Verkaufsshows frei. So trafen wir gegen 9:30 Uhr in einem staatlichen Verkaufsbüro für Seidenwaren ein. Ein sehr gut deutschsprechender Chinese erklärte uns, wie man aus dem Kokon der Seidenraupe Bettwäsche macht. Praktischerweise konnte man die dann gleich vor Ort kaufen. Und erstmals hat sogar jemand aus unserer Gruppe zugeschlagen und reichlich Bettwäsche geordert. Im Nebenraum gab es dann noch hunderte von weiteren Produkten aus Seide, natürlich auch die nicht weg zu denkende Krawatte mit Panda-Motiv. Wir hätten eigentlich draußen frei rumlaufen und uns die Stadt selbst erobern sollen. Stattdessen standen wir in diesem Laden und schüttelten bloß noch den Kopf. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Weitere 20 Busminuten später hielten vor einem Einkaufszentrum an, indem es einen Kaschmir-Laden gab. Natürlich sollten wir auch hier wieder fleißig einkaufen, aber das klappte diesmal nicht so gut. Die Preise fand ich auch extrem hoch, bin aber kein Fachmann für Kaschmir. Wenige Meter weiter stolperten wir in die nächste Verkaufsfalle. Diesmal ging es um Seidenstickerei. Ja, toll, schönes Hobby, wunderbare Arbeit, aber was soll ich damit? Oder irgendjemand anders aus unserer Gruppe? Genau: Nix. Zumal die Preise für ansehnliche Stickereien so bei 4000 Dollar anfingen. Nach diesem Reinfall war es – der geneigte Leser ahnt es bereits – mal wieder Zeit für das Mittagessen. Das befand sich ebenfalls in dem Einkaufszentrum, das ansonsten unter anderem noch Tanzschulen für Mädchen und Karateschulen für Jungs beherbergte. Und jetzt – Tusch – gab es eine Überraschung! Wir saßen nicht wieder zu zehnt an einem runden Tisch, auf dem uns 8 Kötzlichkeiten vorgesetzt wurden. Wir saßen diesmal zu zehnt an einem runden Tisch beim Japaner, der die insgesamt drei Gerichte vor unseren Augen brutzelte. Auch hier war das Fleisch leider wieder eine Zumutung, weil es praktisch nur aus Fett bestand. Aber zusammen mit dem frischen Gemüse bekam man es runter. Nach den drei Gängen war Schluss. Der Koch ging und ward nimmer gesehen. Kein Nachtisch, nicht mal die obligatorische Melonenscheibe. Nachdem unsere Betreuungsdamen auch schon lange nicht mehr zu sehen waren, standen wir halt auf und gingen auf die Suche. Die beiden hatten sich wohl viel zu erzählen und die Zeit vergessen… Nachdem unsere Betreuungsdamen auch schon lange nicht mehr zu sehen waren, standen wir halt auf und gingen auf die Suche. Die beiden hatten sich wohl viel zu erzählen und die Zeit vergessen… Der Nebel verdeckte einen Großteil der Wolkenkratzer-Spitzen, und es hatte zu regnen begonnen. Erst zaghaft, später immer heftiger. Aber das war ja für unsere Reiseleitung kein Problem. Was macht man mit Besuch bei schlechtem Wetter? Richtig, man schickt sie ins Museum. Da lernen sie was und müssen nicht dumm sterben. Und außerdem muss man sich dann ein paar Stunden nicht um sie kümmern. Auf diese geniale Idee kamen leider auch noch ein paar hundert Andere, sodass wir erst einmal eine halbe Stunde im Regen Schlange stehen mussten. Eine andere SINORAMA-Reisegruppe wurde diskret an einem Seiteneingang hereingelassen – wir haben brav bis zum bitteren Ende in der großen Schlange gewartet. Nun, das ist nicht sonderlich schlimm, aber wenn es schon Sonderbehandlungen gibt, sollten sie auch uns zur Verfügung stehen. Unsere Damen hätten sich dafür allerdings ein bisschen ins Zeug legen müssen, was ihnen inzwischen offenbar nicht mehr so wichtig war. Sie verschwanden jedenfalls mit den Worten „Um halb 5 am Eingang“ und ließen uns dann gute drei Stunden in diesem Museum alleine. Pünktlich um 16:30 Uhr kamen die beiden Reiseleiterinnen dann wieder zu ihrer Gruppe. Der Bus fuhr nun zur Abendveranstaltung, die außer einem Abendessen noch eine Akrobatenshow beinhaltetet.

Akrobatik Show

Fotografieren durfte man ebenfalls nicht einer Artisten-Show, die wir abends im Sportpalast besuchten. Das war wirklich eine faszinierende Weltklasse-Darbietung, die uns stark an die Zirkusshow vom Cirque de Soleil erinnerte, aber noch besser und atemberaubender war. Shanghai ist wirklich eine Stadt, in der das Beste vom Besten gezeigt wird, was China derzeit zu bieten hat. Toll.


Schedule

12.03.2017

*Shanghai auf eigene Faust - Fahrt mit der Metro
  Besuch einer chinesischen Konditorei

* Tour: Abendessen + eine spannende Akrobatendarbietung,

 

 

 

Letzter Tag in China - morgen geht es zurück nach Deutschland


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