Rüdesheim


Die Chancen die Du verpasst hast im Leben, kommen nicht zurück!

 

Geisenheim, 24.5.2014

Herr Erdmann hatte die super Idee, dieses Wochenende Tanzen ausfallen zu lassen. Statt dessen will er lieber mit dem Wohnmobil losfahren. Nach einigen Überlegungen wohin die Reise gehen soll, haben wir uns für Richtung "Rheingau" entschieden.
Autobahn Richtung Wiesbaden, danach Landstrasse und einen geeigneten Stellplatz lt. Wohnmobil-Stellplatzführer suchen. (für eine vernünftige Planung nicht wirklich brauchbar) Lt. Stellplatzführer gibt es 2 Plätze. Werde mich wohl besser mit dem Internet und den Apps vertraut machen....

Eltville - hört sich gut an. Zum Platz gehört sogar eine Gaststätte. Liegt zwar wunderschön direkt am Wasser, aber für das tolle Wochenendwetter ist ziemlich wenig Belegung. Komisch! Wir schauen uns das Ganze dann lieber erst einmal genauer an. Es sieht ziemlich runtergekommen aus und wir entscheiden uns deshalb besser weiter zu fahren und landen in Geisenheim auf einem grossen Campingplatz. Uns gefällt es hier gut.  Als erstes packen wir unseren Campingtisch und die Stühle aus, dann gibt es einen Kaffee.

Herr Erdmann freut sich über frisch aufgebrühten Kaffee, dank einem alten Tassenfilter (gefunden im Hotelfundus Jesch...) Wir genießen die Sonne und dann geht's zum Musikfestival, das neben unserem Platz stattfindet. Nicht schlecht und auch noch kostenfrei!

Die Musik geht bis nachts um 1.00 h, und bis auf die letzten beiden Bands (=Techno und ein bißchen zu laut) finde ich's richtig gut :))

Campingplatz Geisenheim,Campingplatz 1, 65366 Geisenheim

GPS:  49°58'45"N     7°57'26"E
Km: 30.042 = Tageskilometer 118
Kosten: 26,50 Stellplatzgebühr

 

Rüdesheim / Assmannshausen 25.5.2014
Wie schön, morgens direkt vom Bett auf's Wasser schauen zu können. Herr Erdmann hat den Frühstückstisch gedeckt (incl. meiner kleinen Blume). Dann packen wir und fahren gemütlich die 3 km nach Rüdesheim. Und wo geht's dort hin? Natürlich in die Drosselgasse. Hier treffen sich ja "Gott und die Welt" - oder die Japaner...

Überall kleine, alte Fachwerkhäuser - und jedes Haus ist entweder ein Souvenirladen, insbesondere mit den berühmten, für die Gegend "typischen Kukucksuhren" - oder ein uriges Gasthaus bzw. Weinschänke.
Trotzdem trinken wir nur einen Kaffee und beobachten die Touristen.

 

Nächstes Ziel: Das Niederwalddenkmal. Auf dem Weg liegt die Abtei St. Hildegard mitten in den Weinbergen. Zurück-gezogen leben die Klosterfrauen in der Tradition der hl. Hildegard und nach  der Regel des hl. Benedikt. Wie in den meisten Klöstern, kennzeichnen Gebet und Arbeit, Kontemplation, Zurückgezogenheit und Gastfreundschaft  ihr Leben.
Vom Klosterberg kann man einen  wunderbaren Ausblick über das Mittelrheintal genießen.

Aber auch die Abteikirche mit ihren sehenswerten, herrlichen Fresken im Stil der Beuroner Kunstschule  sind ein Besuch wert. Oder man bleibt einfach nur eine Weile und genießt die Stille. Im Klosterladen werden neben kirchlicher Kunst und Büchern auch Wein, Sekt und Likör verkauft. Am Wochenende hat das Klostercafé geöffnet. Weitere Infos www.abtei-st-hildegard.de

 

Zu jedem Aufenthalt in Rüdesheim gehört ein Besuch im Niederwald Denkmal dazu . Mit der Kabinen-Seilbahn kann man zum Niederwald-Denkmal hoch fahren und den herrlichen Panoramablick auf die Rüdesheimer Altstadt genießen. Wir fahren allerdings mit dem WoMo den Berg hoch. Für PKWs liegt rechts und für Busse oder WoMos links ein großer Parkplatz.

Herr Erdmann schafft es dann tatsächlich, auf dem riesigen Busparkplatz das Wohnmobil zu crashen. Platz ohne Ende - aber Rückfahrkamera ist überflüssiger Schnickschnack in seinen Augen und mein Geschrei und Gewinke ist ihm auch egal. Bin gespannt, wie hoch der Schaden ist... Ich bin echt richtig sauer!

 

Aber vom Niederwalddenkmal aus hat man eine herrliche Fernsicht ins Rhein- und Nahetal und Blick auf die Burgen. Den Blick und das Denkmal will ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Vorbei an Schulklassen und Busladungen voller Touristen geht es zum  38 Meter hohen Denkmal, welches  die Wiedererrichtung des deutschen Kaiserreiches nach dem deutsch-französischen Krieg 1870-1871 symbolisiert. Hauptfigur ist die 640 Zentner schwere Germania, welche eine Kaiserkrone in der erhobenen rechten und ein Reichsschwert in der linken Hand hält.

 

Auch der Niederwaldtempel, erbaut von Graf von Ostein im Jahr 1790, wird noch kurz besucht. Schließlich waren schon so berühmte Besucher wie Brentano, Beethoven und Goethe hier. 1944 durch alliierte Bomber zerstört, wurde er im Juni 2006 nach vollständiger Rekonstruktion wieder eingeweiht.

Weiter geht es von Rüdesheim in die Rotweinstadt Assmannshausen. Wir schlendern durch die Gassen und freuen uns, dass wir genau richtig kommen, zum Straßenfest. Es ist erst später Nachmittag und Rotwein fällt daher aus. Aber neben Bratwurst, Bier und Wein wird auch hausgemachter Kuchen  angeboten. Anschließend geht's  wieder Richtung Heimat. Das Wetter ist so schön und wir wollen heute noch grillen

 


Tageskilometer: 156
Kosten: 6,- Parken, 10,- Eis & Espresso,
Kaffee & Kuchen 6,-
Tanken 40,72 €


FAZIT unseres kleinen Ausflugs:  Selbst wenn man nur 1  1 /2 Tage hat, bei Sonne lohnt es sich auf jeden Fall loszufahren. Es muss ja nicht extrem weit sein - Bett & Verpflegung sind ja immer dabei.


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