Rostock


Wir erleben Rostock im Dezember - und nur für einen Tag. Die Altstadt gibt eine perfekte Kulisse ab für den Weihnachtsmarkt. Der ist rießengroß und wunderschön. Aber um die Stadt anzusehen, bleibt uns leider keine Zeit.

DochRostock übt einen solchen Eindruck auf uns aus, dass wir beschließen "Wir kommen wieder".

 

http://www.rostock.de/sehenswuerdigkeiten.html

 

 

Großstädtisches Flair gepaart mit hanseatischer Architektur, einer breiten Kulturszene, moderner Gastronomie und vielfältigen Shoppingangeboten machen die Hansestadt Rostock zu einem echten Erlebnis für Kultur- und Städtefans.
Die älteste Universität Nordeuropas (anno 1418), Kirchen, Klöster, Stadttore und die allgegenwärtige Backsteingotik lassen das hanseatische Flair von einst erahnen. Zahlreiche Museen und Kulturangebote an außergewöhnlichen Orten wie z.B. einer ehemaligen Werfthalle oder einem früheren Nonnenkloster bieten ein abwechslungsreiches Programm.

Hier geben wir Ihnen Tipps, welche Rostocker Sehenswürdigkeiten Sie bei einem Besuch einplanen sollten.

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Kröpeliner Tor

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Warnemünder Kirche

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Vogteigebäude

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Alter Strom

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Leuchtturm

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Hausbaumhaus

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Kloster zum Heiligen Kreuz

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Universitätsplatz

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Stadtmauer

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Steintor

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Petrikirche

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Katharinenstift

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Nikolaikirche

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Ständehaus

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Rathaus

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Marienkirche

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Palast des dänischen Königs Erich VI. Medved

 

http://www.martinschlu.de/reiseberichte/deutschland/meckpomm/rostock.htm

Rostock ist mit über 200.000 Einwohnern die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, hat eine große Vergangenheit als Hansestadt und Seefahrerschule, war zu DDR-Zeiten die wichtigste Stadt im Schiffbau und hat sich nach der Wende neu erfunden. Die Werften sind zwar größtenteils abgewickelt und wurden beispielsweise - wie die Neptun-Werft - zu Supermarktzentren oder sie wurden plattgemacht und als Bauland verkauft. Doch eine funktionierende Werft gibt es hier immer noch und im Oktober hat ein Rostocker Konsortium auf die zum Verkauf stehende Stralsunder Volkswerft geboten. Die AIDA-Reederei hat sich schon lange in Rostock angesiedelt, auch wenn ihre Schiffe nicht die Warnow hinaufkommen, sondern im Warnemünder Überseehafen anlegen. Dort ist mittlerweile ein internationaler Fähr- und Verladehafen entstanden, bei dem russisches Holz genauso verladen wird, wie europäische Technikbausteine, chinesische Flachbildschirme oder deutsche Touristen und so holt man sich den ersten Eindruck am besten von einem Schiffstörn aus im Stadthafen:

Je nach Jahreszeit fahren mehr oder weniger häufig die Ausflugsschiffe etwa eine Stunde bis Warnemünde, legen dort an und man hat Zeit, am Ostsestrand die Füße ins Meer zu stecken - wenn es nicht zu frisch ist, denn im Winter kann es hier ordentlich kalt werden und die vor wenigen Jahren eingeschneite A 20 und meterhohe Schneeverwehungen sind hier allen noch in guter Erinnerung. Es ist in Rostock immer ein paar Grad kälter als im Rheinland und in Baden, der Frühling ist ein paar Wochen später und der Schnee dafür ein paar Wochen früher.

Immer wieder legen Segler im Stadthafen an (die am 2. Augustwochenende stattfindende „Hanse-Sail“ gilt als weltweit größtes Seglertreffen überhaupt) und so hat man immer etwas zu sehen. Gegenwärtig ist der Hingucker allerdings die „Trelleborg“ eine größere Fähre, die bis letztes Jahr nach Schweden gefahren ist, aber dieses Schiff wird hier momentan nur geparkt, der Schornstein raucht nicht und was mit der Fähre demnächst geschieht, ist noch nicht raus.

Die Stadt hat ausreichend  Einwohner für eine gewisse Hochkultur und kann mit den anderen Großstädten oder der Rhein-/Main-Region mittlerweile mithalten. Sie ist der Sitz der Norddeutschen Philharmonie,  die Musikhochschule gegenüber der AIDA-Reederei an der Strandstraße hat ein mit Köln vergleichbares Konzertangebot, es gibt etliche gute Museen und das Theater ist auch nicht schlecht.  Außerdem gibt es die Kunsthalle in Reutershagen und eine lebendige Studenten- und Musikszene, die sich in den Vierteln der „Kröpeliner Tor-Vorstadt“ manifestiert - Eingeweihte sprechen als Kürzel nur von der „KTV“. Diese KTV liegt zwischen der Innenstadt und dem kleinbürgerlichen Reutershagen, aber weit genug von den Problemvierteln wie Toitenwinkel, Dierkow oder Lichtenhagen, in denen die Mieten und Immobilien aus gutem Grund billig sind und es immer mal wieder Randale zwischen Neonazis und deren Gegnern gibt. Billig sind die Mieten in der KTV oder in der Nähe der Hochschulen weiß Gott nicht und so gibt es immer mehr Eltern, die für ihre studierenden Kinder bei einem Mietniveau von fast zehn Euro pro qm lieber eine billige Wohnung (ohne Aufzug)  im sechsten Stock der Lichtenhagener oder Toitenwinkeler Platte kaufen. Billiger ist das sicher, besser allerdings nicht.

Parallel dazu sind die Immobilienpreise stark angestiegen und die Stadt boomt - erkennbar daran, daß es praktisch keinen Leerstand mehr in der Innenstadt gibt und ein prestigeträchtiges Immobilienprojekt nach dem andern in die Toplagen gesetzt wird. Stand der Dinge ist momentan ein größerer Komplex am Wasser nördlich des Stadthafens und es wird auch geplant, die große Freifläche der Mittelmole in Warnemünde zu bebauen. Was dort entstehen wird, hängt davon ab, ob Rostock olympischer Austragungsort für die Segler und Kanuten wird, egal ob von Hamburg oder Berlin aus. nach oben

Die Infrastruktur ist allerdings noch verbesserungsfähig: Geplant ist bisher, irgendwann mal eine stündliche Verbindung nach Berlin einzurichten, denn diese Zugverbindung gibt es nur alle zwei Stunden. Nach Bonn oder Stuttgart kommt man mit dem Zug nur ein- bis zweimal am Tag und der Flughafen, ein alter Armeeflugplatz, wird nur Donnerstags, Freitags und Sonntags angeflogen.  Ein halbes Dutzend Städte stehen zur Auswahl, Donnerstags oder Freitags fliegt man hin und Sonntags zurück, denn German Wings und die Lufthansa Linie haben in Rostock nur ein sehr dünnes Angebot und so hat es sich ergeben, daß die paar Taxis dann Flughafenbus spielen und die paar Fahrgäste auch zuhause abholen.

Natürlich macht der Flughafen bei dieser geringen Auslastung ständig Miese und muß darum immer wieder seine Daseinsberechtigung nachweisen, aber die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns sollte wirklich einen Airport haben, der diesen Namen auch verdient. Von den Fracht- und Passagierzahlen etwa Köln/Bonns oder Hamburg kann man allerdings nur träumen. Im Oktober 2014 meldete die Ostseezeitung immerhin, daß die Flugverbindung ein drittes Mal pro Woche ausgeweitet werden sollt und jubelte, für den Flughafen Rostock-Laage sei damit die Schließung vom Tisch, doch das lassen wir mal einfach stehen. Von einer professionellen Anbindung zwischen Flughafen und Stadt ist man in Rostock leider noch weit entfernt - vielleicht gibt es in zehn Jahren mal eine S-Bahn, wenn Olympia wahr werden sollte.

Ist man aber erst einmal hier (mit dem Auto ab Hamburg etwa in zwei Stunden, manchmal auch schneller), entschädigt die Stadt für die lange und komplizierte Anreise und wenn man sich Zeit nimmt, findet man eine Perle nach der anderen. Angefangen am „Neuen Markt“, der so heißt, weil er im 17. Jahrhundert neu angelegt wurde (wobei man 1727 das alte, hansische Renaissance-Rathaus mit einer „modernen“ Fassade versehen hat), führt einen der Weg entweder in die Marienkirche oder durch die Kröpeliner Straße, die so heißt, weil sie nach Kröpelin führte. Das Kröpeliner Tor war eine von mehreren Passagen in der Stadtmauer und diese Stadtmauer ist übrigens in großen Teilen erhalten. Sie führt vom Kröpeliner Tor am Kloster vorbei, verläuft einige Meter an der B 105 (Wismar-Stralsund) und ein weiteres großes Stück ist an der Petrischanze, die so heißt, weil man um 1200 bei der Stadtgründung und dem Bau der ersten Kirche (Petrikirche) eine regelrechte Festung nach Osten, Richtung Riebnitz, angelegt hat. Der hohe, spitze Turm der Petrikirche diente natürlich früher als Wegmarke und ist heute noch das Erste, das man von der Altstadt sieht. Bei klarem Wetter lohnt es sich immer, auf den Turm zu gehen, denn einen besseren Ausblick auf die Stadt hat man von keinem anderen Gebäude. - nach oben
Hinter der Petrischanze an der Warnow endet im Prinzip das alte Rostock. Das alte Stadttor aus dem 13. Jahrhundert, das Petritor, ist allerdings nicht mehr erhalten. Es wurde bei der Bombardierung im April 1942 beschädigt und hätte repariert werden können, wurde aber dann 1962 von der SED-Regierung als nicht mehr zeitgemäß empfunden und gesprengt. Die Mauer der Petrischanze geht heute bis zum ehemaligen Standort dieses Tores und dort, wo es stand, ist das Mauerwerk etwas dunkler gehalten.

 

Hinter der Petrikirche öffnet sich der Alte Markt, ein sehr großer Platz, doch da die Innenstadt nach dem Bau der Mittelstadt um Marienkirche und Neuen Markt eine Flußschleife weiter konzipiert wurde, ist der Alte Markt heute mehrheitlich ein Wohngebiet mit ein paar Institutionen (Sprachheilschule) und Spezialgeschäften (Blaudruck) und weil die B 105, die Verbindung nach Fischland/Darß und Stralsund, tiefer liegt als die Petrischanze, ist es dort immer sehr still.

Eine weitere alte Kirche wurde vor Jahren mangels Gemeinde erst entweiht, dann umgewidmet und dient heute als Wohnhaus, Kirchenamt und Sitz von gemeinnützigen Einrichtungen: Die Nicolaikirche (auch die gibt es in jeder Hansestadt) hat einen flachen Turm und ist sicher älter als die Petrikirche, gibt dem Nikolaiviertel aber seinen Namen und da findet man das baufällige DDR-Seemansheim in einträchtiger Nachbarschaft mit anderen verrotteten Gebäuden, irischen Pubs und gewagten Architektenträumen. Das Kopfsteinpflaster ist mehrheitlich gut erhalten und man merkt, daß es immer mal wieder instand gesetzt wurde, doch für Radfahrer ist dieses Viertel nichts, es geht ständig rauf und runter und man muß um die Felgen fürchten, denn ab und zu gibt es in den Pflasterstraßen regelrechte Löcher. - nach oben

Im Sommer ist Rostock immer ein bißchen kühler als der heiße Rest der Republik, weil hier ja ein beständiger Seewind weht, der die Temperaturen selten höher als 26° Grad werden läßt. Trotzdem ist es auch hier recht warm und die Kinder machen sich - wie überall - einen Spaß daraus, in den Brunnen an der Universität zu laufen und sich beregnen zu lassen. Passenderweise heißt der Brunnen auch „Brunnen der Lebensfreude, doch weil er von Aktfiguren beiderlei Geschlechts in allen möglichen gemeinsamen Stellungen umrahmt wird, haben die Rostocke ihn insgeheim längst „Pornobrunnen“ getauft. Den Kinder ist das egal.

 



Mini-Cooper im Dezember


http://www.rostock.de/urlaub-freizeit/camping.html

https://labbys.wordpress.com/2009/08/26/ostsee-und-havel-mit-wohnmobil-und-fahrrad/

https://www.wohnmobilforum.de/w-t12276.html

http://www.rh-on-tour.de/de/on-tour-2010/hochzeitsreise/reisebericht.html

http://www.didi-kiel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=85&Itemid=86



https://wohnmobilstellplaetze.wordpress.com/stellplatze-inland/rostock/

http://www.hovimobil.de/rostock.htm----