AIDA Tag 8, St. Petersburg

Русский человек задним умом крепок - Einem Russen kommen die besten Gedanken hinterher Russiches Sprichwort


St.Petersburg / Russland  24.8.2019  

Tag 8, Wetter: 22 - 25 C ° ⛅️

St. Petersburg, Liegezeit 08.00 - 20.00 h Nächste Etappe: 143 Seemeilen = 343 km bis Helsinki

Programmablauf:  
Individuelle Tour gebucht / zusätzlich Bootstour


St. Petersburg individuell

Ich bin früh wach und ein Blick durchs Fenster (oder heißt das hier Luke?) verrät mir „Land in Sicht“! Es ist zwar erst kurz nach 6.00 Uhr, aber heute will ich mal bei der Ankunft am Hafen dabei sein, bzw. den Blick auf den Hafen genießen.

 

Es ist noch relativ frisch und lt. Bord Info werden es 18C° und wechselhaft. Also entsprechend warm anziehen. Ich schau der Einfahrt in den Hafen eine Weile zu, verknipse unzählige Bilder, bevor es mir zu kalt und langweilig wird, um weiter an Bord in der Kälte zu stehen. Also gehe ich um 6.30 Uhr frühstücken und bin erstaunt, dass es im Restaurant fast keine Plätze mehr gibt. Des Rätsels Lösung: Um 8.00 Uhr starten die ersten Touren zu den Ausflügen nach St. Petersburg.

 

Wir haben eine private Tour ab 10.00 Uhr gebucht. Im Pulk mit einer Reisegruppe ist nicht mein Ding und so viel teurer ist die private Tour auch nicht (+30,-€) Dafür erhoffe ich mir, mehr von der Stadt ansehen zu können als im Pulk genau nach Vorgaben. Dafür haben wir allerdings auch nur 4 Std. Zeit.

 

Als wir um 9.30 Uhr zur Passkontrolle gehen, stehen die Gruppen noch immer an. Bei uns sind es etwa 10-15 Personen, die vor uns stehen und kurz vor 10.00 Uhr ist auch das erledigt und wir haben ein Tages-VISA, um russischen Boden zu betreten. Am Ausgang werden wir von Olga, einer sehr, sehr netten und fast akzentfrei deutschsprechenden Reiseleiterin / Tourguide in Empfang genommen. Sie bringt uns zu Michael, unserem Fahrer, der in einer schwarzen Mercedes S-Klasse Limousine auf uns wartet und sofort die Tür aufmacht, damit wir in die weichen Lederpolster fallen können.

 

Zunächst fahren wir über die NEWA, vorbei am alten Eisbrecher. (Ein neuer Atomeisbrecher, der 30 Meter dickes Eis durchbrechen kann, ist gerade im Bau). Am Hafen, der von zwei roten alten Leuchttürmen gesäumt wird (mit Schiffsteilen in den Säulen) haben wir einen Blick auf die Eremitage und den Park links von uns und werden Zeuge eines Hochzeits-Foto-Shootings. Mit Champagner Korken knallen und Champagner Fontänen – alles fürs perfekte Video professionell in Szene gesetzt. Man könnte glatt denken, es ist ein Filmdreh … Tja, hier ist eben alles ein bisschen pompöser.

 

Danach fahren wir weiter zur Blutskirche, fahren weiter zu Schlossplatz mit der Alexandersäule, dem Winterpalast und der Eremitage.  Leider bleiben uns nur Zeit für Foto-stopps, denn die Stadt ist fast 1.500 qm² groß und ein Bauwerk reiht sich an das Nächste.

 

Leider bleibt auch überhaupt keine Zeit für den Katharinen Palast mit dem Nachbau des berühmten Bernsteinzimmers. Zu Fuß geht es weiter zur Isaaks Kathedrale. Auch hier ist eine Besichtigung der Kirche von innen nicht machbar. Unzählige Paläste, Museen oder besondere Bauwerke liegen auf unserem Weg.

 

Ein besonderer Wunsch von mir, ist eine Fahrt mit der U-Bahn bzw. die Besichtigung der Jugendstil
U-Bahnhöfe. Doch zunächst machen wir stopp am Bahnhof und besichtigen den Wartebereich der 1. Klasse Fahrgäste. Kaum ein Einheimischer kennt dieses Kleinod, verrät uns Olga.

 

Weiter geht es zu Fuß zur Metro (mit M gekennzeichnet) Station Puschkin, die zu Ehren des russischen Dichters benannt wurde und seinen Namen trägt. Seine Statue steht vor dem Betreten des Bahnsteigs und ist mit Blumen geschmückt. Olga verrät uns, dass JEDER Russe einige Gedichte oder Strophen von Alexander Puschkin kennt, der hier sehr verehrt wird.

 

Auf dem Bahnsteig kaufen wir an einem Kiosk eine „Russische Spezialität“, eine Art „Ausgezogene“ mit Käsefüllung / Gemüse oder Fleischfüllung, die gerade mal 50 Rubel kostet. (ca. 50 Cent).

 

Dann kauft Olga für uns 3 Tickets, die hier Münzen sind, die wie in einen Parkautomaten eingeworfen werden, sodass sich das Drehkreuz öffnet und man hindurch gehen kann.

 

Wir fahren 1 Station weiter zur Putin Station, dem Blumenmarkt. An der Haltestelle findet sich ein riesiges Mosaik, welches das Marktgeschehen darstellt. Vor der Tür dann das echte Marktleben. Gemüse, Obst, Blumen. Alles scheint aus eigener Produktion kleiner Gärten. Tomaten wachsen groß, klein und in allen möglichen Formen – dafür sehen sie frisch und sehr lecker aus. Es geht auch ohne den idiotischen „EU-Wahnsinn“ …

 

Vom Blumenmarkt gehen wir zu Fuß zu einem Delikatessen-Händler (à la Feinkost Dallmeyer), von dem es in Russland nur zwei Geschäfte gibt. Eines in Moskau und eines in St. Petersburg. Vermutlich haben die Leute anderswo auch nicht das Geld, um hier einzukaufen. Hier gibt es unendlich viele verschiedene Sorten von Kaviar, Gin, Vodka und Schinkenspezialitäten und Marzipan. Insbesondere zu erwähnen sind die bunten Torten – in Miniaturformat. Künstlerisch wertvoll. Olga trifft für uns die Auswahl der Törtchen und wir laden Sie zu einem Kaffee ein. Wirklich sehr beeindruckend dieses Geschäft.

 

Dann wird es Zeit für unsere Bootstour, auf eigene Faust. Das Ticket kostet umgerechnet ca. 15,- €. Theoretisch ist es verboten, auf eigene Faust ohne Guide unterwegs zu sein. Aber ich will mir unbedingt noch die Stadt etwas länger ansehen, 4 Stunden sind für St. Petersburg zu wenig…
Olga besorgt uns (wegen fehlender Rubel die Tickets und organisiert, dass wir vom Hotel Kempinski mit einem Taxi für 600 Rubel (die wir mit Master Card bezahlen dürfen) zurück zum Schiff kommen.  Dann verabschieden wir uns von Olga. Es war eine schöne Tour – die richtige Entscheidung.

 

Olga verrät uns, dass es für normale Touristen (die nicht mit einem Kreuzfahrtschiff kommen) die Möglichkeit gibt, von Helsinki aus mit der Fähre nach St. Petersburg überzusetzen Dann darf man auch OHNE GUIDE und OHNE VISUM die Stadt auf eigene Faust erkunden. Falls wir das mal machen möchten, organisiert sie für uns auch gerne ein Hotel etc. (Vermutlich wird das Visum dann vom Hotel organisiert) Vielleicht fahren wir ja wirklich mit dem Wohnmobil mal nach Skandinavien und nehmen diese Möglichkeit dann wahr. Lohnenswert ist es, die Stadt ein weiteres Mal zu besuchen.

 

1 Stunde dauert die Bootstour, mit Audio-Guide, auf der Neva. Wir bestaunen nochmals die Prunkbauwerke vom Wasser aus, wobei es mir unmöglich ist, mir alle Namen zu merken. Die berühmtesten kann ich allerdings wieder erkennen… 😉

Eigentlich hätten wir noch genügend Zeit, weiterhin in der Stadt auf eigene Faust unterwegs zu sein. Aber wir sind beide total müde und nehmen daher das Taxi zurück zum Schiff. An Bord heiß duschen und relaxen, bevor wir zu unserem 6-Gang Dinner im Rossini starten.

 

Reisekosten:

Tour s. Ende Kostenaufstellung

Boot ca. 30,- €

Tipp Olga, ca. 15,- €

Taxi 600,- Rubel = ca. 60,- €?

zurückgelegte Seemeilen:

Helsinki - St. Petersburg 
Nächste Etappe: Stockholm



Wissenswertes zu St. Petersburg

Weitere Infos  findet ihr hier unter Reisetipps -  TOP 20 Ostseestädte - St. Petersburg

 


 

Hier nochmals der genaue Reiseablauf unserer AIDA Reise

 

17.08.2019  Kiel, Abfahrt 18.00 Uhr

18.08.2019  Seetag

19.09.2019  Oslo, Liegezeit 08.00 - 22.00 Uhr

20.08.2019  Göteborg, Liegezeit 09.00 - 19.00 Uhr

21.08.2019  Kopenhagen, Liegezeit 08.00 - 18.00 Uhr

22.08.2019  Seetag

23.08.2019  Tallin, Liegezeit 09.00 - 17.00 Uhr

24.08.2019  St. Petersburg, Liegezeit 08.00 - 20.00 Uhr

25.08.2019  Helsinki, Liegezeit 09.00 - 17.00 Uhr

26.08.2019  Stockholm, Liegezeit 08.30 - 17.15 Uhr

27.08.2019  Seetag

28.08.2019  Kiel, Ankunft 08.00 Uhr

 

Mit einem Klick auf die Bilder oder Reisetag, gelangt man zum jeweiligen Reisebericht.


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