Durban - King William's Town  Tag 7


Hit the Road ...

Durban - King William's Town,  20.11.2016          Wetter: 25 C ° ☁️ 💨

Von Durban wollen wir über die Autobahn weiter Richtung Port Elisabeth, dem heutigen Reiseziel. Vor uns liegen knapp 1000 km, deshalb fahren wir gegen 10.00 Uhr los. Das Wetter meint es auch nicht gerade gut mit uns. Es regnet.

An der Toll-Road Station einmal der Weg über die N2 (Autobahn) oder über Landstraße auf M4. Zunächst überlegen wir, ob wir vieleicht diese Straße nehmen sollen, entscheiden uns dann aber, doch lieber die N2 zu nehmen, um schneller voran zu kommen.

Links der Hinweis Korkstad, geradeaus ...... Da wir auf der N2 sind, wird geradeaus wohl richtig sein. Und ganz ehrlich, Korkstad anstelle Port Elisabeth hatte ich auch nicht sofort auf dem Schirm.

So passiert was passieren muss, wir fahren geradeaus direkt auf die M4, die dann auch prompt nach einigen km zur Dauerbaustelle wird. Anfangs noch ganz lustig, aber dann mit jeweils 20 Minuten Wartezeit bei Gegenverkehr langsam nervig. Aus den ursprünglichen 120 kmh werden dann 30 - maximal 40 kmh. So kommen wir heute nie mehr an... Teilweise ist nur noch Schotterweg bzw. gar keine Straße sondern nur noch "Weg" vorhanden. Das Ganze wird langsam gefährlich. Es wird dunkel und mit Kühen, Ziegen und umherspringenden Menschen auf der Fahrbahn ein unberechenbares Manöver.

Mitten in "Nowhere" ein  Schild Korkstadt 50 km. Na also! Wir fahren in die angegebene Richtung und dann Ende - Aus. Die Straße wird zu einer Art Feldweg. Gegen 16.15 h landen wir in Mhatata. Heißt, wir haben für die bereits 450 km zurückgelegten Weges 6,5 Std. gebraucht. Es nutzt nichts, es wird immer nebliger, anhalten oder gar irgendwo eine Unterkunft suchen ist undenkbar. Weit und breit gibt es nichts. Also weiter.

Irgendwann muss dieser Feldweg doch mal enden und zu einer Straße werden. Korkstadt wird ja kein Kuh-Dorf sein. Langsam ist es nicht mehr lustig. Nebel mit kaum 10 m Sichtweite, eine unbefestigte Straße (falls man dies überhaupt Straße nennen kann) und wir sind mitten in den Bergen auf einem Serpentinenweg. Auf den Straßen begegnen uns lediglich ein paar Kinder am Straßenrand und Kühe. Nachdem wir ein Auto entdeckt haben, halten wir an und fragen nach dem Weg. Wir sind komplett verkehrt. Es gibt auch keine andere Straße, die uns Richtung Korkstad bringt. Wir müssen zurück. Das kann doch nicht sein. Wir sind nirgendwo abgebogen. 30 km - auf der Autobahn ein Klacks, aber wir brauchen mehr als 1 Std. bis wir zurück sind in Mhatata.  Hier haben wir uns wegen der Einbahnstraße verfahren und sind ins "Nichts" gefahren.

Von Mhatata nach East London noch 270 km. Besser jetzt noch einmal tanken, sicher ist sicher. Hier in der "Pampa" stehen zu bleiben, ist keine gute Idee. Aber in Mhatata bleiben ist auch undenkbar. Garantiert gibt es dann morgen weder noch unser Auto, geschweige denn den Inhalt des Autos.
Und was uns hier passieren könnte, darüber darf ich nicht nachdenken. Augen zu und durch!

Irgendwann landen wir wieder auf der Autobahn oder einer Schnellstraße. Allerdings verpassen wir die Ausfahrt East London in der Dunkelheit. Beachte, wir haben wie bereits erwähnt kein Navi und es sind nicht immer die Orte, sondern in der Regel irgendeine Straße als Ausfahrt ausgeschildert. Wie soll man da reagieren in der stockdunklen Nacht?

Ok. Auf der Autobahn drehen geht ja nicht, also nachsehen wie der nächste Ort heißt. King Williams Town. Es gibt sogar eine Ausfahrt.
Schnell im Internet nachsehen, ob dieser Ort für uns eine Bleibe hat. Er hat und wir buchen umgehend, damit wir heute wenigstens beruhigt schlafen können.

Aber auch der Weg zum Guesthouse ohne Beschilderung ziemlich schwierig. An der Tankstelle schickt uns jeder in eine andere Richtung. Nachdem wir das 4. oder 5. Mal erneut hier vorbei kommen, versuchen wir uns per GPS dorthin lotsen zu lassen. Aber die Straße endet einfach im "Nichts".

Nicht schon wieder! Irgendwann schickt uns einer über einen Fluß in eine komplett andere Gegend - aber wir sind richtig. Es ist die einzige Möglichkeit, über den Fluß zu kommen und zum Guesthouse.
Der Besitzer ist "neu" im Gewerbe und entsprechend umständlich ist der Check in. Ist uns alles egal, hauptsache ein Dach über dem Kopf und ein Bett. Gute Nacht!

🏠 Intaka Guesthouse,    728,25 R incl. Frühstück
 
 
Reisekosten gefahrene Kilometer

Tanken:      387,01 + 370,64 R

Mc Donald   89,00 R

Start:   1.165 km

Ende:   1.946 km

  TKM:       781 km

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