Andere gehen zur Therapie, ich geh einfach campen.
Los geht's
Route: Barrydale - Oudshoorn, Lt Google 200 km, 3 Std.,
Barrydale - Oudshoorn, 27.12.2025 Wetter: 29°C ☀️
Nachdem wir 45 Minuten auf unser Frühstück gewartet hatten und andere Gäste, die lange nach uns gekommen waren, bereits ihr Essen bekommen hatten, beschlossen wir schließlich aufzustehen und zu gehen. Zuvor hatte die Bedienung noch mit uns diskutiert – etwas, das gar nicht geht, wenn der Fehler eindeutig beim Restaurant liegt. Wie der Südafrikaner sagt: “Gatvol.”
Wir sind ja durchaus daran gewöhnt, dass es in Südafrika manchmal eine Ewigkeit dauert, bis ein Kaffee oder Essen serviert wird – das gehört hier fast schon dazu. Aber mit den Gästen zu diskutieren, statt sich einfach zu entschuldigen, das funktioniert überhaupt nicht. Trotzdem hätte ich gern das Gesicht der Bedienung gesehen, als sie später bemerkt hat, dass ihre Gäste einfach gegangen sind.
Also landen wir schließlich wieder im Diesel & Cream, wo die Atmosphäre ohnehin deutlich angenehmer ist. Dort stärken wir uns erst einmal mit einem „Englishman’s Breakfast“ – Eier, Boerewors, Tomaten, Brot und Marmelade – bevor wir uns wieder auf den Weg machen.
Unser Ziel ist Oudtshoorn, rund 200 Kilometer entfernt.
Die Fahrt dauert knapp drei Stunden, weil man auf vielen Abschnitten nur 60 bis 80 km/h fahren kann. Die Strecke selbst ist eher unspektakulär – auf gut Deutsch: Es gibt nicht viel zu sehen.
Kurz vor Oudtshoorn taucht dann plötzlich wieder so etwas wie Zivilisation auf. Überall stehen Hinweisschilder zu Straußenfarmen und Gästehäusern, die natürlich alle vom Tourismus profitieren möchten.
Auch wir übernachten auf einer Straußenfarm – allerdings auf einer echten „working farm“, die zusätzlich ein Restaurant, einige Zimmer und luxuriöse Campingzelte anbietet. Das unterscheidet sie von den sogenannten Showfarmen wie Highgate, die hauptsächlich von Tagesgästen leben, Straußenrennen veranstalten und allerlei Handwerkskunst verkaufen.
Hier hingegen steht vor allem die Vermarktung des Straußenfleisches im Mittelpunkt – und die Ruhe, die Gäste fernab vom Trubel mit ihren Familien genießen können. Entsprechend sieht man hier vor allem Autos mit lokalen Kennzeichen aus der Region. Mietwagen erkennt man dagegen meist an den GP-Nummernschildern.
Bei unserer Ankunft haben wir Glück: Die Gäste aus Zelt Nummer 5 tauschen mit uns und ziehen in unser eigentlich gebuchtes Zelt Nummer 10. Wir bevorzugen die Terrasse mit Blick auf den Fluss, während sie lieber den Pool im Auge behalten möchten, damit sie ihre Kinder sehen können. Eigentlich hätten sie wegen uns ihr Zelt räumen müssen, da laut Buchung die Nummer 10 für uns reserviert war. So ist es eine echte Win-win-Situation für beide Seiten.
Leider gilt der Tausch nur für eine Nacht – falls die nächsten Gäste auf Zelt Nummer 5 bestehen sollten. Aber egal: Heute genießen wir einfach den wunderschönen Blick aufs Wasser. Die Atmosphäre ist herrlich ruhig und idyllisch.
Nach einem Spaziergang über die Farm und einem Besuch bei den Straußenküken ziehen wir uns wieder auf unsere Terrasse zurück und lassen uns Kaffee und Kuchen schmecken.
Später wird es dann noch ein Braai geben. Vermutlich fällt das Abendessen im Restaurant aus – wir haben einfach viel zu viel eingekauft.
Und noch vor 22 Uhr liegen wir schließlich in unserem Bett im luxuriösen Zelt.
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Reisekosten: |
gefahrene Kilometer |
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Benzin: 560,- R Food: 139,90 RF&B: 303,- R Camping: 6680,- Tented Loge, 3 Tage 6680,- (334,50 €)
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Start: Ende: TKM: |
🏠 Farm: Old Mill Country Lodge, R328, schoemanshoek, Oudtshoorn, 6620, 044 2727308
Die Farm befindet sich am Fuße der Swartberg Mountains in Schoemanshoek, nur 14 km entfernt auf dem Weg von Oudtshoorn zu den weltberühmten Cango Caves und nur 3 km von der Cango-Straußenfarm, 8 km von den weltberühmten Cango-Höhlen, 9 km vom Rust- und Vrede-Wasserfall, 18 km vom Swartberg-Gebirge, 100 km von Prince Albert, 90 km von „The Hell”, 15 km vom Oudtshoorn Museum, 10 km von der Cango Wildlife Ranch und Reiten 3 km und 350 km von Kapstadt entfernt.
Die Oude Meul ist einer der ältesten Farmen in diesem Tal. Schoeman Plat kaufte 1765 das gesamte Tal, um es zu bewirtschaften. Er hatte 16 Kinder, sodass er jedem ein Stück Land geben konnte, um dort aufzuwachsen und seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Da sich das Wasser in der Nähe des Ackerlandes befand, konnte der erste Bauer leicht Wasser aus dem Fluss holen, um seine Felder zu bewässern.
Heute ist die Farm eine bewirtschaftete Straußenfarm, die neben einem Restaurant auch Unterkünfte in der Loge, kleinen Cottages und Luxuszelten anbietet.