Wir gehen aufs Geradewohl durch die engen Gässchen, die sich an den steilen Hang zum Schlossberg schmiegen.
Mit dem Aufzug fahren wir in die Oberstadt, wie die Marburger Altstadt genannt wird und bummeln durch die kleinen Sträßchen mit den mittelalterlichen Fachwerkhäusern, die sehr malerisch aussehen. Mehr als 700 historische Häuser finden sich hier, die nach erfolgreicher Sanierung heute wieder in altem Glanz erstrahlen.
Wir werfen noch einen kurzen Blick in die Elisabethenkirche und machen uns dann auf den Weg hinauf zum Schloss, das hoch über dem Lahntal trohnt und einen tollen Blick auf die Stadt bietet.
Vom Schloss genießt man nicht nur eine phantastische Aussicht auf die Stadt, sondern auch auf Kunstwerke, wie den roten Schuh. Auch im Schlosspark finden sich nicht nur schöne Kunstwerke, er ist zudem ein wunderschöner Garten.
Aber Besichtigungen machen müde, - oder war's das ungewohnte Treppensteigen? Daher ist der nächste Stopp ein Straßencafé in der Altstadt.
Historie
Die ältesten sichtbaren Gebäudeteile stammen aus dem 13. Jahrhundert. Marburg war zu dieser Zeit der erste hessische Sitz, dh. Residenz des Landgraf Heinrich I. Es gibt aber auch noch Reste alter Burganlagen aus dem 9. und 10. Jahrhundert zu sehen.
1527 gründete Landgraf Philipp I., der auch der Großmütige genannt wurde, die nach ihm benannte Universität Marburg.
Im Jahr 1604 (mit dem Tod von Landgraf Ludwig IV.) verlor das Marburger Schloss seine wichtige Funktion als Hauptresidenz der Landgrafen von Hessen, da der Landgraf kinderlos verstarb. In den weiteren Jahrhunderten diente das Schloss anderen Zwecken; zB. als Gefängnis und Hessisches Staatsarchiv.
1976 beschloss der hessische Landtag, das Schloss für die Philipps-Universität der Stadt Marburg zu nutzen und Teile des Schlosses für Ausstellungen des Universität-Museums umzubauen. Ca. 25.000 Studenten besuchen heute die Universität, damit zählt sie zu den mittelgroßen Uni's in Deutschland.
WohnmobilstellplatzAdresse:
https://www.marburg-tourismus.de/camping-und-wohnmobile/pois